Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Schottenstift – Kloster in der Stadt:
Ein Thementag auf radio klassik Stephansdom

Am 13. Jänner 2022 stand bei radio klassik Stephansdom das Schottenstift im Mittelpunkt: Am Stiftertag – der dem Gedenken des Stifters der Benediktinerabtei gewidmet ist – wurde das Kloster, das im Herzen von Wien liegt, im Rahmen eines Thementags in vielen seiner Facetten vorgestellt. Vom Besuch eines Morgengebets wurde dabei ebenso berichtet wie über den Klosterladen, das Schottengymnasium oder den berühmten Schotten-Altar im Museum des Stifts. Und es gab Antworten auf die Frage, wie es denn für die Mönche so ist, im Trubel einer Großstadt zu leben (Mönche über das Leben in einem Kloster in der Stadt 1-4) – und nicht abgeschieden auf einem Berg, wie dies bei den meisten Benediktinern der Fall ist. Aber hören Sie doch am besten selbst einfach hinein …

Singen, wenn die Stadt noch schläft

Um 6:00 Uhr morgens beginnen die Mönche ihren Tag mit dem Morgengebet. Radio klassik Stephansdom war dabei zu Besuch.

Mönche über das Leben in einem Kloster in der Stadt (1)

Das Bild zum Schottenstift-Thementag zeigt die Klosterfassade nur im Hintergrund, davor rauscht, ganz verschwommen, ein Autobus vorbei. Großstadtleben eben – und warum genau dieses Foto für den Thementag ausgewählt wurde, erzählt Pater Christoph Merth, der das Foto auch gemacht hat.

Mönche über das Leben in einem Kloster in der Stadt (2)

Das Schottenstift liegt mitten in der Wiener Innenstadt, hupende Autos hört man auch hinter den Klostermauern. Wenn die Mönche vor die Türe treten, tauchen sie ein in den Trubel der Großstadt. Was es bedeutet, in einem Kloster in der Stadt zu leben, erzählt Abt Nikolaus Poch.

Zu Besuch im Klosterladen des Schottenstifts

Auf der Wiener Freyung, direkt neben der Schottenkirche, befindet sich der Klosterladen. Frater Stephan Szinai, der den Klosterladen gegründet hat, erzählt im Rahmen einer Kurzreportage was man hier alles findet und warum sich ein Besuch lohnt …

13. Jänner: Gedenken an den Stifter des Schottenstifts

Der 13. Jänner ist ein besonderer Festtag für die Menschen im Schottenstift, denn an diesem Tag wird der Stiftertag gefeiert. Wer der Stifter war, was er eigentlich gestiftet hat und warum die Schotten eben „Schotten" heißen, erzählt Abt Nikolaus Poch.

Zu Besuch im Schottengymnasium

Zum Schottenstift gehört untrennbar auch das Schottengymnasium: Drei Mönche, die in der Schule unterrichten, erzählen u.a. warum sie im Habit, also in der Mönchskleidung, unterrichten, was der „SoulSpace" ist und warum man einen „Alt-Schotten" immer anrufen kann, wenn man etwas braucht. Zu hören sind Alt-Abt Johannes Jung, Pater Christoph Merth und gleich zu Beginn Pater Sebastian Hacker.

Benediktinische Gastfreundschaft

Auf der Suche nach Ruhe und Stille sind die Menschen zumeist, die im Schottenstift zu Gast sind. Andere kommen als Touristen, wieder andere zum Studieren. Die Gastfreundschaft ist eine ursprüngliche Aufgabe des Klosters. Der heilige Benedikt sagte, dem Kloster werden die Gäste „niemals fehlen", erzählt Altabt Johannes Jung, „Gastmeister“ des Schottenstiftes.

Mönche über das Leben in einem Kloster in der Stadt (3)

„Schön, aber nichts für Romantiker", ist das Klosterleben mitten in der Stadt, erzählt Altabt Johannes Jung. Sich mit den Menschen, die in dieser Stadt leben, und deren Lebensbedingungen intensiv auseinander zu setzen, sei ein wichtiger Aspekt ihres Wirkens.

Zu Besuch in der Schottenpfarre

Jeden Sonntag um 9:30 Uhr beginnt in der Schottenkirche die Messe mit der Gemeinde. Das Miteinander mit Jung und Alt und die Begleitung in der Seelsorge – das ist für die Mönche des Schottenstiftes fixer Bestandteil ihres Alltags, erzählt Abt Nikolaus Poch, der viele Jahre Pfarrer der Schottenpfarre und später Pfarrer im 7. Bezirk (Pfarre St. Ulrich) war.

Ora et labora et lege

Das Schottenstift liegt nur wenige Gehminuten von der Universität entfernt, aber es besteht nicht nur eine räumliche Nähe zu Universität und Wissenschaft. Vielmehr gehören Bildung und Studium gewissermaßen zum Leben eines Benediktiners dazu, berichtet Pater Georg Braulik, ehemaliger Professor für Bibelwissenschaften an der Katholischen Fakultät.

Zu Besuch im Museum des Schottenstifts

Das Museum im Schottenstift beherbergt ein gotisches Meisterwerk: die Gemäldetafeln des Schottenaltars. Bei einer Führung mit dem Kunsthistoriker Pater Augustinus Zeman erfährt man auch, warum die berühmteste Szene des Schottenaltars im Wien der 1470er Jahre für Aufregung sorgte …

Mönche über das Leben in einem Kloster in der Stadt (4)

Das Schlusswort an diesem Thementag hat Pater Augustinus Zeman, der u. a. erzählt, warum er in ein Benediktiner-Kloster mitten in der Stadt lebt und nicht in einem Kloster, das abgeschieden auf einem Berg liegt …

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift