Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Der Hund des Abtes Carl

In unserem Museum hängt ein lebensgroßes Hundeporträt. Die ganzfigurige Darstellung verrät einen gewissen Anspruch: Wie aus den Initialen am Halsband hervorgeht, handelt es sich um den Hund des Abtes Carl Fetzer. Abt Carl war von 1705 bis 1750 Vorsteher unseres Klosters. Anton Schoberwalter (ein Forscher, der sich auf „Hundegeschichte“ spezialisiert hat) konnte interessante Dinge über die Rasse des Hundes erzählen: Es handelt sich um einen Leib- oder Kammerhund. Das waren Doggen ähnliche Hunde, die nicht von der Seite ihrer Herren wichen. Sie begleiteten sie überall hin und schliefen in ihrer Nähe. Fuhr der Herr mit der Kutsche, lief der Leibhund oft neben der Kutsche her, was bei diesen mächtigen Tieren sicher einen großen Effekt machte. Echt barock! Es gibt Nachrichten, dass Leibhunde mitunter Schaden angerichtet haben, wenn sie schlecht abgerichtet oder irgendwie fehlgeleitet waren. In Gefahr konnten sie ihre Herren jedenfalls verteidigen. Es waren keine speziellen Jagdhunde, doch hat man sie auf die Jagd mitunter mitgenommen. Im Barock gab man wertvollen Hunden oft besonders heroische Namen: Caesar, Phoebus, Aktaeon oder dergleichen. Wie der Hund des Abtes Carl geheißen hat, ist leider nicht bekannt. Dieses Geheimnis hat unser Archiv noch nicht preisgegeben …

 

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