Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Berichte aus der Schottengemeinde

Zu Besuch bei den Benediktinerinnen der Anbetung in Wien-Liebhartstal

Zu Besuch bei den Benediktinerinnen der Anbetung in Wien-Liebhartstal

Eine große Abordnung des Schottenstiftes – mit Abt Nikolaus an der Spitze – besuchte am Freitag vor dem Pfingstfest (26.5.2023) die Benediktinerinnen der Anbetung in Wien-Liebhartstal. Ein Besuch, der im Zeichen gegenseitiger Wertschätzung und Ermutigung stand.
Abt Nikolaus knüpfte in seinem Impuls in der Mittagshore an die Pfingstpredigt des Petrus aus der Apostelgeschichte an und erklärte, dass das Beispiel der Gemeinde von Jerusalem immer wieder Menschen inspiriert hat. Auch für den heiligen Benedikt sei die Urgemeinde das große Vorbild christlichen Lebens gewesen. „Ihr verbindliches gemeinsames Leben, ihr Gebet, das Teilen des Brotes, die Gütergemeinschaft, die gemeinsame Sorge für die Armen und Schwachen… die Ideale der Urgemeinde leuchten unverkennbar in der Regel des heiligen Benedikt auf“, sagte Abt Nikolaus. In diesem Sinne stand das Treffen von Ordensschwestern und -Brüdern in einer Line mit dem, was von der Jerusalemer Urgemeinde ausgegangen ist. Priorin Sr. Magdalena Niescioruk hieß die Schottenmönche sehr herzlich willkommen. Nach der Mittagshore gab es im blühenden Konventgarten einen Aperitif und ein vorzügliches Essen. Anschließend zeigte Sr. Magdalena den Mönchen die Johannes-Kapelle unterhalb der Klosterkirche, die Sakristei, die Bibliothek, den Kapitelsaal und die Ikonenwerkstatt, zu der Sr. Rafaela einige Informationen gab.

18. Mai 2023: Der Muttergottes die Leidtragenden des Krieges und den Frieden anempfehlen

18. Mai 2023: Der Muttergottes die Leidtragenden des Krieges und den Frieden anempfehlen

An „Christi Himmelfahrt“  hielten die Mönche des Schottenstifts zusammen mit Mitgliedern der Schottengemeinde und Gästen die zu diesem Fest auf dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gelobte Maiandacht. Abt Nikolaus Poch verdeutlichte in seiner Ansprache, dass die Maiandacht zu Füßen der Schwarzen Madonna im Konventgarten im Zeichen der Dankbarkeit für eine lange Zeit des Friedens in Österreich und in weiten Teilen Europas steht, gleichzeitig aber unter dem Eindruck eines schrecklichen Krieges in der Ukraine. Dieser Kriegs-Eindruck sei im Vorjahr noch stärker gewesen, als zur Zeit der Maiandacht Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine im Benediktushaus, also in nächster Nähe, untergebracht waren. Abt Nikolaus appellierte an die Versammelten, sich nie an die Tatsache des Krieges zu gewöhnen, sondern sich gerade auch durch das Gebet für den Frieden einzusetzen und — mit einem Wort von Papst Johannes Paul II. — „Handwerker des Friedens“ zu sein. Diese Handwerker brauche unsere Welt dringend. Abt Nikolaus erinnerte bei dieser Gelegenheit an die Worte des Generalsekretärs der internationalen Gemeinschaft von Sant’Egidio, Cesare Zucconi, der vor einem Monat im Schottenstift einen Gastvortrag gehalten und dazu aufgerufen hatte, sich mit dem Krieg nicht abzufinden. An der Maiandacht nahmen auch die Studenten des Salzburger Kollegs St. Benedikt mit ihrem Rektor P. Otto Grillmeier OSB teil, die sich als Gäste im Schottenstift aufhielten.

Ein deutlicher Friedens-Appell aus dem Schottenstift

Ein deutlicher Friedens-Appell aus dem Schottenstift

Der Abend des 20. Aprils 2023 stand im Schottenstift im Zeichen eines Friedens-Appells. Die jungen Erwachsenen des geistlichen Weges „Wisdom of Faith“, die sich regelmäßig im Schottenstift treffen, hatten zu einer Begegnung mit Cesare Zucconi, Generalsekretär der internationalen Gemeinschaft von Sant’Egidio, eingeladen. Eine bunte Schar von Gästen war der Einladung zur Komplet in die Schottenkirche und zum anschließenden Referat mit Diskussion im Festsaal des Schottengymnasiums gefolgt.

Die in Rom entstandene Gemeinschaft von Sant’Egidio versteht sich, wie Generalsekretär Cesare Zucconi erklärte, als christliche Gemeinschaft, als „Familie von Familien“, und ist auf verschiedenen Ebenen im Einsatz für die Armen, im Schutz der Flüchtlinge und international in der Friedensvermittlung tätig. Generalsekretär Zucconi rief dazu auf, dass wir uns nie mit dem Krieg abfinden sollten – egal wo dieser ausgetragen wird. Der Krieg sei nun in Europa erschreckender Weise als Mittel zur Umsetzung eigener Interessen wieder „rehabilitiert“ worden.

Die Begegnung mit Sant’Egidio konnte dank der Unterstützung des Instituts für Religion und Frieden von der österreichischen Militärseelsorge stattfinden und dank der Kooperation mit dem Institut Pro Oriente für Ökumene und der Universität Wien Adressaten erreichen. Der Einladung gefolgt waren auch zwei junge in Wien studierende Erwachsene, die mit der Gemeinschaft von Sant’Egidio in Innsbruck verbunden sind. Abt Nikolaus Poch dankte dem Gastreferenten und sagte in seinem Schlusswort: „Die barocke Gestalt unserer Stiftskirche ist in den letzten Jahren des dreißigjährigen Krieges entstanden. Dass die Katastrophe des dreißigjährigen Krieges in Europa überwunden werden konnte, ist ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen dafür, dass es damals sogenannte ‚Handwerker des Friedens‘ (Papst Johannes Paul II.) gegeben hat, die wir auch heute notwendig brauchen.“

18. März: Treffen der Babenbergerstifte im Stift Klosterneuburg

18. März: Treffen der Babenbergerstifte im Stift Klosterneuburg

Auf Einladung der Augustiner Chorherren von Klosterneuburg kamen am Samstag den 18. März 2023 die Mönche der ebenfalls von der Familie der Babenberger gegründeten Klöster – Benediktiner des Schottenstiftes und Zisterzienser von Heiligenkreuz und Lilienfeld – zu dem bereits Brauch gewordenen Babenberger-Treffen in Klosterneuburg zusammen.

Abt Nikolaus Poch war mit der Predigt in der gemeinsamen Eucharistiefeier betraut worden. Er sagte, dass es im Blick zurück in die Geschichte viel Grund zur Dankbarkeit gibt, dass diese Dankbarkeit aber nicht in Selbstgefälligkeit kippen dürfe. Die verschiedenen Krisen, mit denen die Ordensgemeinschaften befasst sind, könnten eine reinigende Kraft in sich haben.

Im Anschluss zeigten die Chorherren ihren Gästen in verschiedenen Führungen ihr Kloster: Stiftskirche, Kreuzgang, Verduner Altar, Moderne Kunst und Orchideenausstellung, Weinkeller, Kaisertrakt und Schatzkammer. Das Mittagessen im „Binderstadl“ bot Gelegenheit voneinander zu erfahren und einander besser kennen zu lernen.

Danach hielten die Ordensmänner der Babenberger Klöster eine Andacht bei den Reliquien des Hl. Leopold, des Landespatrons von Niederösterreich und Wien, der am 15. November 1136, einen Monat nach Fertigstellung der Klosterneuburger Stiftskirche, gestorben war.

 

17. März: St. Patrick’s Day im Schottenstift

17. März: St. Patrick’s Day im Schottenstift

Der St.-Patrick’s Day am 17. März 2023 gab der Gemeinschaft der Iren in Wien Anlass, sich am darauffolgenden Samstagvormittag in der Schottenkirche zu einer von P. Sebastian Hacker in englischer Sprache zelebrierten Eucharistiefeier einzufinden. P. Sebastian zeigte in seiner Predigt auf, wie der heilige Patrick ein Vorbild bei Entscheidungen sein kann. Eine große Schar von Irlandbegeisterten Wienern und Iren war zur Schottenkirche gekommen. Der irische Botschafter in Österreich, Eoin O’Leary, und der irische Minister Malcolm Noonan nahmen mit ihren Gattinnen an der Feier teil. Eine Gruppe der Österreichisch-Irischen Gesellschaft, das internationale Jugendensemble „Vienna International Music Apprenticeship“ sowie ein Dudelsackspieler gestalteten die Eucharistiefeier musikalisch mit. Margit Exel, die Präsidentin der Gesellschaft, lud zu einem Festzug durch die Herrengasse bis zum Burgtheater ein, wo der Saint-Patrick`s-Day seine Fortsetzung fand.

Zum Schottenstift besteht für die irische Gemeinschaft eine ganz besondere Verbindung, ist das Kloster doch durch iroschottische Mönche gegründet und in den ersten Jahrhunderten seines Bestehens bewohnt worden. „Aufgrund liturgischer Textfragmente ist davon auszugehen, dass das Fest des hl. Patrick im Schottenstift schon im 12. Jahrhundert begangen wurde“, erklärt Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier.

13. Jänner 2023: P. Martin legte zeitliche Profess ab

13. Jänner 2023: P. Martin legte zeitliche Profess ab

Am Tag, der dem Gedächtnis an den Stifter des Klosters, Herzog Heinrich II. Jasomirgott, gewidmet ist, am Freitag, 13. Jänner, genau ein Jahr nach seiner Einkleidung, hat P. Martin Kammerer seine zeitliche Profess (für drei Jahre) abgelegt. Wer die zeitliche Profess ablegt, bittet dabei um „Gottes Barmherzigkeit und die Aufnahme in die brüderliche Gemeinschaft“ (Monastisches Rituale). Er gelobt Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Dies bringt er auch mit einer handgeschriebenen Professurkunde, die er auf den Altar legt, zum Ausdruck. An Christus richtet er seine Bitte und Erwartung mit den lateinischen Worten nach Psalmvers 119,116: „Suscipe me, Domine, secundum eloquium tuum, et vivam. Et ne confundas me ab expectatione mea.“ („Nimm mich auf, Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben, du wirst mich in meiner Erwartung nicht enttäuschen“).

Fotos: P. Christoph Merth

„Loben, Segnen, Verkündigen“

„Loben, Segnen, Verkündigen“

Die Schottenmönche statteten dem Wiener Dominikanerkloster anlässlich ihres traditionell am 28. Dezember stattfindenden „Recollectio“-Tages einen Besuch ab. Im Mittelpunkt des Besuchs stand eine theologische Führung durch die neulich umfassend restaurierte Kloster- und Pfarrkirche Maria Rotunda mit P. Günter Reitzi. Er ist Prior des Dominikanerklosters und hat die Restaurierungsarbeiten, die nach zwei Jahren beendet werden konnten, betreut.

Wie schon die Muttergottes-Statue an der Hauptfassade der Kirche mit dem Rosenkranz in der Hand zeigt, orientiert sich die künstlerische Gestaltung der Kirche an den Rosenkranzgeheimnissen. Das Kircheninnere erstrahlt in leuchtenden Farben und unter einem „wandernden“ Lichteinfall. Die Schottenmönche bekamen Einblicke in das Leben der Dominikaner und in das Klostergebäude, an dem sie besonders den Blick aus dem Sommerchor in das Kirchenschiff und ein aus dem 15. Jahrhundert stammendes, nach wie vor aktualisiertes Pergament-Nekrologium bestaunten. Das Dominikanerkloster ist nach dem Schottenstift das zweitälteste Kloster der Stadt. Abt Nikolaus Poch überreichte Pater Günter Reitzi zum Zeichen der Verbundenheit einige Produkte aus dem Klosterladen des Schottenstiftes und ein Buch von P. Georg Braulik. Das Leitwort der Dominikaner heißt „Loben, Segnen, Verkündigen“. In analogem Sinne schlossen die Schottenmönche ihren Besuch im Dominikanerkloster mit der Mittagshore im Winterchor ab.

Fotos: P. Christoph Merth und P. Martin Kammerer

 

Rom trifft Wien

Rom trifft Wien

Im Herzen des Besuchs der römischen Delegation von „Wisdom of Faith“ in den Tagen vor dem 4. Adventsonntag (2022) standen die Teilnahme an der Komplet der Mönche am Freitagabend und die anschließende Begegnung zum Thema „Kirche wohin?“. Den Teilnehmern am Treffen galten die ersten Wortmeldungen zu den Fragen: Was fällt mir ein, wenn ich an Kirche denke? Und: Wie sieht die Kirche der Zukunft aus? Professor Don Roberto Regoli, Priester der Diözese Rom, international beachteter Professor für Kirchengeschichte an der Universität Gregoriana in Rom und Hochschulseelsorger, legte seine Überzeugung von der Kirche dar als Gemeinschaft, in der wir Gott erfahren können, von der Kirche als Grundsakrament und als Leib Christi. So wie in der Messe die Gaben von Brot und Wein in den Leib des Herrn, in Eucharistie verwandelt werden, so müssen sich die Glaubensgemeinschaft und ihre Mitglieder immer wieder neu verwandeln lassen in Christus. Der geistliche Weg von „Wisdom of Faith“ kann jungen Menschen dabei eine Hilfe sein und einen Weg in die Zukunft weisen.

Die beiden Studenten, Umberto Cioffi und Simone Gasbarri, und Don Roberto freuten sich sehr darüber, das Schottenstift und Wien ein wenig kennenzulernen, besonders darüber, von Abt Nikolaus persönlich empfangen worden zu sein und mit den Mitgliedern des geistlichen Weges „Wisdom of Faith“ von Wien freundschaftliche Bekanntschaft geschlossen zu haben. Ein Gegenbesuch steht an.

Abt Nikolaus segnete die neu sanierte WG-Wohnung

Abt Nikolaus segnete die neu sanierte WG-Wohnung

Der dritte Adventsonntag steht im Zeichen der Vorfreude auf Weihnachten und ist mit dem Aufruf „Gaudete!“ überschrieben. Grund zur Freude gab an diesem Sonntag auch eine Einladung der WG-Mitglieder an die Mönche. Die WG ist eine seit 31 Jahren bestehende Einrichtung, in der Studentinnen und Studenten im Hof 1 des Stiftes eine Wohngemeinschaft bilden und in Verbindung mit dem Stift leben. Die Mitglieder der WG nehmen Morgen für Morgen an den Laudes der Mönchsgemeinschaft teil und kommen nach einer pandemiebedingten Pause nun auch immer wieder samstags und sonntags als Gäste zum Mittagessen ins Stift. Am Gaudete-Sonntag segnete Abt Nikolaus die neu sanierte Wohnung und die Wohngemeinschaft selbst und wünschte den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Freude und ein gutes Miteinander in ihrem studentischen Zuhause. Die geräumige Wohnung war im Spätsommer fertigsaniert worden. Was wir zur WG schon berichtet haben, lesen Sie weiter unten in der Nachlese (bitte weiter nach unten scrollen).

Zum Martinsfest in Pannonhalma

Zum Martinsfest in Pannonhalma

Eine alte Freundschaft verbindet das Schottenstift mit der Erzabtei von Pannonhalma. Gegenseitige Besuche haben im Laufe der Geschichte diese Freundschaft lebendig gehalten. Diese Verbundenheit kam anlässlich des Martinsfestes im November 2022 in Pannonhalma wieder zum Ausdruck.

Zuletzt war Erzabt Cirill Tamás Hortobágyi mit einer Delegation aus Pannonhalma zur Glockenweihe ins Schottenstift gekommen. Bei dieser Gelegenheit lud Erzabtei Cirill zum Patronatsfest der Erzabtei, dem Fest des Heiligen Martin, nach Pannonhalma ein. Altabt Johannes ist in diesem Jahr der Einladung im Namen des Schottenstiftes gefolgt, begleitet von Pater Martin (Schottenstift) und Frater Elias (Stift Seitenstetten). Das Fest ist der jährliche Höhepunkt im Leben der Erzabtei, zu dem die einst aus der Bischofsstadt Tours erhaltenen Reliquien des Heiligen besonders verehrt werden und eine Reihe von Gästen erwartet werden. So stand der Erzbischof von Veszprém, György Udvardy, der Festmesse vor. Für den Vorabend des Festes hatten die Schüler des Stiftsgymnasiums bzw. Internats von Pannonhalma eine Vielfalt von Speisen vorbereitet, die gegen Spenden für die Ukrainehilfe angeboten wurden. Der Besuch in Pannonhalma bot Gelegenheit zu einer Reihe von Begegnungen und guten Gesprächen, unter anderem mit dem emeritierten Erzabt Asztrik Várszegi, wobei die Gäste aus Wien über die Entwicklungen in Pannonhalma und in Ungarn informiert wurden.

 

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift