Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Berichte aus der Schottengemeinde

Fünf neue Glocken künden die Botschaft der Erlösung

Fünf neue Glocken künden die Botschaft der Erlösung

Ein Tag besonderer Freude im Schottenstift: Am Fest der Kreuzerhöhung, am 14. September 2022, segnete Abt Nikolaus Poch im Beisein zahlreicher Gäste aus nah und fern fünf für die Stiftskirche neu gegossene Glocken. Im Unterschied zu den bisherigen, aus der Nachkriegszeit stammenden Glocken werden sich die neuen Glocken in Kürze gemeinsam läuten lassen und in ihrer Tonfolge das sogenannte Salve-Regina-Motiv ergeben.

Das Salve-Regina-Motiv weist auf die Muttergottes und damit auf die Schutzpatronin des Stiftes und der Kirche hin. Abt Nikolaus erinnerte dankbar an den „Dienst“ der alten Glocken, von denen nur die Totenglocke im Turm geblieben ist. Glocken verbinden zur Gemeinschaft im Glauben, was in der Stadt besonders auch dadurch deutlich wird, wenn die Glocken der Innenstadt-Kirchen gemeinsam erklingen. Auch das neue Glockengeläut werde verschiedene Aufgaben erfüllen. „Denn wie das Kreuz optisch vom Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus kündet, künden die Glocken freudig, aber auch mahnend vom Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu“, erklärte Abt Nikolaus. „In welche Zeiten werden unsere Glocken hineinläuten? Werden die Glocken Gehör finden, wenn sie zum Gottesdienst und gegen das Unrecht rufen? Werden sie die Gottvergessenheit unserer Stadt durchbrechen?“, fragte der Abt und drückte den Wunsch aus, dass die Glocken etwas von der Tiefe der Botschaft des Festes der Kreuzerhöhung erahnen lassen. Altabt Johannes Jung, der das Vorhaben von Anfang an unterstützte, schlug die beiden kleinen Glocken in einem festlichen Akt nach der Segnung an. Abt Nikolaus sprach verschiedene Dankesworte aus, besonders für die großzügige Hauptspende und für die 31 weiteren gespendeten Finanzierungsbausteine, aber auch an P. Augustinus Zeman, der das Projekt des Glockengeläuts und der Turmfassadensanierung zusammen mit Architekt Jakob Rosenauer betreut sowie an alle, die an der Herstellung der Glocken beteiligt waren. Im Anschluss an die Wort-Gottes-Feier mit der Glockenweihe stand eine Agape, bei der gebührend gefeiert wurde.
Einen ausführlichen Hintergrundbericht zu den Glocken lesen Sie hier.

Foto-Impressionen von der Glockenweihe sowie dem Aufzug der Glocken auf den Kirchturm finden Sie hier.

 

Abt Nikolaus bei Professfeier im Stift Kremsmünster

Abt Nikolaus bei Professfeier im Stift Kremsmünster

Für die Mönche von Kremsmünster war das diesjährige Fest ihres Patrons, des hl. Agapitus von Praeneste, am 18. August ein besonderer Anlass zur Freude. Zwei aus ihren Reihen legten an diesem Fest ihr Professversprechen ab, Frater Anselm Demattio die ewige Profess, Pater Christian Mayr die zeitliche. Vor seinem Klostereintritt, während seines Studiums der Physik und der Theologie, lebte Frater Anselm für einige Zeit in der Wohngemeinschaft im Schottenstift. So entstand eine mittlerweile langjährige Verbindung zu Weggefährten in der WG sowie zur Gemeinschaft im Schottenstift, besonders zu Abt Nikolaus, der an der Feier teilgenommen hat.

Foto von links nach rechts:
Abt Nikolaus Poch, Frater Anselm Demattio mit Freunden aus der WG-Zeit, Abt Ambros Ebhart (Kremsmünster)

Exerzitienwoche 2022: Geistlich gestärkt ins neue Pastoraljahr

Exerzitienwoche 2022: Geistlich gestärkt ins neue Pastoraljahr

Der Prämonstratenser Paulus Manlik von Stift Schlägl leitete im August die alljährlichen Exerzitien der Schotten-Mönche im
Stift St. Lambrecht – diesmal zu Perikopen aus dem Lukas-Evangelium. Die „Schotten“ erfreuen sich schon seit bald drei Jahrzehnten alljährlich der großzügigen Gastfreundschaft ihrer St.-Lambrechter Mitbrüder, der guten Küche, der schönen Landschaft, der Höhen-Luft, der stimmungsvollen Architektur des Stiftes. Zum Abschluss der Exerzitienwoche feierten die Mönche in der Wallfahrtskirche von Maria Schönanger die Eucharistie und erneuerten dabei wie gewohnt ihr Professversprechen. Wie Abt Nikolaus Poch in seinen Dankesworten an den gastgebenden Abt, Benedikt Plank, und an den Referenten betonte, können die Mönche nach dieser Exerzitienwoche in jeder Hinsicht gestärkt das neue Arbeitsjahr beginnen.

P. Martin Kammerer

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Altabt Johannes Jung: Gratulation zum 70. Geburtstag

Altabt Johannes Jung: Gratulation zum 70. Geburtstag

Abt Nikolaus Poch nahm das Benediktsfest am 11. Juli zum Anlass, um seinem Vorgänger, Altabt Johannes Jung nochmals zum Geburtstag zu gratulieren. Abt Johannes hatte eine Woche zuvor, am 5. Juli, sein 70. Lebensjahr vollendet.
Abt Nikolaus bezeichnete in der Festmesse die aus dem Hören auf das Wort Gottes erwachsende Weisheit als einen Wesenszug von Abt Johannes. In einer Kurzansprache beim anschließenden Empfang hob Abt Nikolaus den bald fünf Jahrzehnte währenden Einsatz von Abt Johannes für das Gymnasium hervor, sein Verständnis und seine Empathie für die jungen Menschen. Dass ihn das Leben als Mönch mit Freude erfüllt, bestätigte der Jubilar in seinem Grußwort beim anschließenden Abendessen im Schulhof: „Die Liturgie ist die Mitte, um die mein Leben seit jeher kreist“ – womit er einen Bezug zum Antwortpsalm – „Ich will den Herrn allezeit preisen“ (Ps 34,2) herstellte. Neben den Mönchen hatten sich Berufskollegen aus dem Gymnasium zum Fest eingefunden. Direktor Josef Harold und Administrator Markus Kiesenhofer begleiteten mit Keyboard bzw. Gitarre zum Abschluss der Feier zwei gemeinsam gesungene Segenslieder. Die Stiftsköche Mario Relota und Thomas Stütz hatten unter anderem mit Grillgerichten für das leibliche Wohl gesorgt und dafür ebenfalls Applaus geerntet.

P. Martin Kammerer

Dank an Mesnerin

Dank an Mesnerin

Am Ende der letzten von Frau Koltay vorbereiteten Eucharistiefeier in der Schottenkirche dankte Abt Nikolaus der scheidenden Mesnerin dafür, dass sie ihrem Beruf mit ihrer fröhlichen und freundlichen Art nachgegangen ist. Er wünschte Frau Koltay Segen für ihren weiteren Weg und dass sie mit dem Schottenstift verbunden bleiben möge. Ursula Koltay war seit Dezember 2015 im Dienst des Stiftes gewesen. Nach dem Gottesdienst wurde auf dem Kirchplatz an der Freyung noch angestoßen.

Die Erstklässler und ihre Familien auf Besuch

Die Erstklässler und ihre Familien auf Besuch

 In ihren Klassenverbänden und jeweils begleitet von einem Mönch besuchten die Schülerinnen und Schüler der drei ersten Klassen verschiedene Bereiche des Stifts – die Kirche, die Krypta, das Refektorium, das Museum u.a. – und begegneten dabei den Mönchen, die ihnen aus der Ordensgeschichte und ihrem Leben als Benediktiner erzählten. Einige der Eltern der Erstklässler sind Absolventen des Gymnasiums und kannten das Kloster teilweise schon, konnten aber dank der Führung durch ihre Kinder Neues entdecken; für andere wiederum war die Begegnung mit dem Stift eine erstmalige. Am Ende der kleinen Entdeckungsreise durch das Kloster versammelten sich die Erstklässler zusammen mit ihren Familien zur Vesper mit den Mönchen in der Stiftskirche und anschließend zu einer Agape in der Aula. Abt Nikolaus begrüßte die Eltern und Schüler, stellte die anwesenden Mönche kurz vor und dankte P. Christoph für die Organisation.

P. Martin Kammerer

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In Wien studieren, im Schottenstift mit-leben

In Wien studieren, im Schottenstift mit-leben

Seit nunmehr über dreißig Jahren besteht am Schottenstift eine Wohngemeinschaft für Studentinnen und Studenten, die mit den Mönchen verbunden ist. Kurz zur Vorgeschichte: Zu Beginn des Jahres 1991 nahmen die Schotten-Mönche rund dreißig Theologiestudierende und einige Lehrende des Theologischen Studienjahres der Jerusalemer Dormitio Abtei auf, da diese wegen der bedrohlichen Lage in Israel nicht mehr länger dort bleiben konnten. Das Miteinander mit den jungen Leuten wurde im Stift wohlwollend aufgenommen. Seit Oktober desselben Jahres stellt der Konvent eine Wohnung in einem Gebäude des Schottenstiftes am sogenannten „Hof 1“ zunächst für Theologiestudierende, später aber für Studierende aller Fachrichtungen für eine Wohngemeinschaft zur Verfügung. Die Initiative kam von P. Georg Braulik, der die jeweilige studentische Gemeinschaft über Jahrzehnte begleitet hat. Die WG-Mitglieder verpflichten sich, allmorgendlich an der Laudes teilzunehmen, und werden mittlerweile von Abt Nikolaus Poch betreut. Im ausgehenden Studienjahr bestand die Wohngemeinschaft aus drei Studentinnen und einem Studenten. Die großflächige Wohnung der WG soll bis zum Beginn des neuen Studienjahres fertig saniert sein und dann wiederum neun Studierenden ein Zuhause am Studienort mit Anschluss an den Konvent bieten.

Bild 1: Die Wohngemeinschaft des Studienjahres 2021/22 mit Abt Nikolaus
Bild 2: Einladung in den Seitenstettnerhof durch Frater Elias Krexner von Stift Seitenstetten

 

27. Mai 2022: Zu Gast bei den Reiner Zisterziensern

27. Mai 2022: Zu Gast bei den Reiner Zisterziensern

Ihr Konventausflug führte neun Mönche des Schottenstifts am Freitag nach Christi Himmelfahrt in die Steiermark. Die Schottenmönche besuchten dort das älteste ununterbrochen bewohnte Zisterzienserstift überhaupt, Stift Rein – nordwestlich von Graz –, gegründet 1129. Pater August Janisch zeigte den Gästen aus dem Schottenstift neben der freundlich-hellen Barockbasilika den Kreuzgang mit der Äbtegalerie, die Marienkapelle mit der Reiner Madonna aus dem 14. Jahrhundert und der Grabstätte des Stifters, Leopold der Starke von Steyr, dem ersten Landesfürsten der Steiermark. Die Schottenmönche besichtigten die historische Bibliothek, die Sommer-Chorkapelle mit den bemerkenswerten Intarsien und die auf das frühe 13. Jahrhundert zurückgehende, aber zeitgenössisch freskierte Benediktskapelle.

Pater August hat sich nach langer Berufserfahrung als Diözesanpriester bzw. Pfarrer vor zwei Jahrzehnten den Zisterziensern angeschlossen. Als Pfarrer bemühte er sich unter anderem besonders um sozial schwache Mitmenschen und wurde in der Folge zum ersten Empfänger einer österreichischen Briefbombe. Auf die Mittagshore und das gepflegte und gemütliche Mittagessen mit den gastfreundlichen Reiner Zisterziensern folgten ein Spaziergang und eine Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria Straßengel. Diese gilt als Meisterwerk der österreichischen Hochgotik oder sogar als ein „Stephansdom“ in Kleinformat. Abt Philipp Helm erzählte aus der Geschichte des von seiner momentan 14 Mönche zählenden Gemeinschaft betreuten Wallfahrtsortes und zeigte das sicher verwahrte ehrwürdige Kruzifix, das nach einer alten Überlieferung aus einem Baum gewachsen ist. Im Anschluss an die Vesper feierten die Schottenmönche vor dem Gnadenbild von Straßengel, „Maria im Ährenkleide“, Eucharistie. Der Konventsausflug 2022 war reich an schönen Eindrücken und schloss mit einer Jause bei einem steirischen Heurigen.

P. Martin Kammerer OSB

Impressionen dazu finden Sie hier.

Besuch des irischen Staatspräsidenten im Schottenstift

Besuch des irischen Staatspräsidenten im Schottenstift

Im Rahmen eines offiziellen Besuchs in Österreich besuchten der Präsident von Irland, Michael D. Higgins, und seine Frau Sabina Higgins am 7. April 2022 das Schottenstift. Zur Delegation gehörten auch der irische Staatsminister für Europäische Angelegenheiten, Thomas Byrne, und der irische Botschafter in Wien, Eoin O’Leary. Empfangen wurde Präsident Higgins von Altabt Johannes Jung, welcher den aufgrund unvorhergesehener Umstände verhinderten Abt Nikolaus Poch vertrat. In seinen Begrüßungsworten erinnerte Abt Johannes an die gerade in den letzten Jahrzehnten wiedergeknüpften Beziehungen zwischen Irland und dem Schottenstift, an den Besuch des irischen Präsidenten Patrick Hillery im Kloster im Jahr 1986, die lebendigen Kontakte zu irischen Historikerinnen und Historikern sowie die Zusammenarbeit bei verschiedenen Veranstaltungen.

In der Bibliothek wurden den Gästen dann einige mittelalterliche Schriftdokumente zur irischen Periode des Klosters präsentiert. Von seiner Gründung 1155 bis zum Jahr 1418 lebten im Wiener Schottenstift bekanntlich nur irische Mönche, die dem Verband der sogenannten „Schottenklöster“ angehörten. Bereits im 12. Jahrhundert wurde der Gedenktag des irischen Nationalheiligen Patrick im Kloster begangen und auch heute noch wird die alljährliche offizielle Messe zum St. Patrick’s Day der irischen Gemeinde in Wien im Schottenstift gefeiert. Den passenden Rahmen der Bibliothek nutzte Präsident Higgins für die Übergabe eines Gastgeschenks für das Kloster, einer wertvollen Faksimileausgabe einer Handschrift der Irischen Nationalbibliothek Dublin des „Defensorium inviolatae virginitatis Mariae“ des Dominikaners Franz von Retz, welcher im 15. Jahrhundert an der Universität Wien lehrte.

Nach einem kurzen Austausch mit Schülerinnen und Schülern des Schottengymnasiums bewunderten die Gäste in der Romanischen Kapelle die Reste des ursprünglichen irischen Kirchenbaus sowie die Madonnenstatue „Unsere Liebe Frau zu den Schotten“ aus dem 13. Jahrhundert. Im Anschluss spendete Abt Johannes einen irischen Reisesegen und Mitglieder des Konvents intonierten das „Salve Regina“.

Nachdem sich Präsident Higgins im Gästebuch des Klosters verewigt hatte, überreichte ihm Abt Johannes drei Präsente des Hauses: eine Druckgrafik des 2011 verstorbenen Künstlers Ernst Degasperi, eine Kerze mit einer Darstellung des Vortragekreuzes der Schottenkirche, welches in der Form eines Keltenkreuzes an die irischen Ursprünge des Klosters erinnert, sowie einige Flaschen des klostereigenen Weins Wiener Gemischter Satz DAC „Scottos“.

Maximilian Alexander Trofaier

Fotos: Alfred Kleinhappel (1, 7–13, Titelbild), Maxwells Photography/Áras an Uachtaráin (2–6, 14, 15).

Aufnahme ins Noviziat – P. Martin Kammerer OSB

Aufnahme ins Noviziat – P. Martin Kammerer OSB

Am  Stiftertag (dem 13. Jänner 2022) wurde Herr Martin Kammerer ins Noviziat aufgenommen. Martin wurde mit dem Habit eingekleidet und erhielt ein Exemplar der Regel. Er behielt seinen Taufnamen, heißt also auch als Mönch nach dem großen Bischof von Tours.

P. Martin wurde 1977 in Brixen in Südtirol geboren. Nach der Matura studierte er in Brixen, Rom und Innsbruck Theologie. Am Fest der Apostel Petrus und Paulus 2002 empfing er die Priesterweihe. Er war Kooperator und dann Pfarrer in verschiedenen Pfarrgemeinden der Diözese Bozen-Brixen, in den letzten neun Jahren auch Dekan des Dekanats Taufers.

Im 250. Todesjahr des Barockmalers Paul Troger besuchte P. Martin am 29. April 2012 erstmals das Schottenstift. Er kam damals mit einer Delegation aus Welsberg, dem Geburtsort Paul Trogers. So entstand ein erster Kontakt mit dem Schottenstift, besonders mit Abt Johannes.

Wir freuen uns über den neuen Mitbruder und wünschen ihm Gottes Segen!

Impressionen dazu finden Sie hier.

 

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift