Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Berichte aus der Schottengemeinde

13. Jänner 2023: P. Martin legte zeitliche Profess ab

13. Jänner 2023: P. Martin legte zeitliche Profess ab

Am Tag, der dem Gedächtnis an den Stifter des Klosters, Herzog Heinrich II. Jasomirgott, gewidmet ist, am Freitag, 13. Jänner, genau ein Jahr nach seiner Einkleidung, hat P. Martin Kammerer seine zeitliche Profess (für drei Jahre) abgelegt. Wer die zeitliche Profess ablegt, bittet dabei um „Gottes Barmherzigkeit und die Aufnahme in die brüderliche Gemeinschaft“ (Monastisches Rituale). Er gelobt Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Dies bringt er auch mit einer handgeschriebenen Professurkunde, die er auf den Altar legt, zum Ausdruck. An Christus richtet er seine Bitte und Erwartung mit den lateinischen Worten nach Psalmvers 119,116: „Suscipe me, Domine, secundum eloquium tuum, et vivam. Et ne confundas me ab expectatione mea.“ („Nimm mich auf, Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben, du wirst mich in meiner Erwartung nicht enttäuschen“).

Fotos: P. Christoph Merth

„Loben, Segnen, Verkündigen“

„Loben, Segnen, Verkündigen“

Die Schottenmönche statteten dem Wiener Dominikanerkloster anlässlich ihres traditionell am 28. Dezember stattfindenden „Recollectio“-Tages einen Besuch ab. Im Mittelpunkt des Besuchs stand eine theologische Führung durch die neulich umfassend restaurierte Kloster- und Pfarrkirche Maria Rotunda mit P. Günter Reitzi. Er ist Prior des Dominikanerklosters und hat die Restaurierungsarbeiten, die nach zwei Jahren beendet werden konnten, betreut.

Wie schon die Muttergottes-Statue an der Hauptfassade der Kirche mit dem Rosenkranz in der Hand zeigt, orientiert sich die künstlerische Gestaltung der Kirche an den Rosenkranzgeheimnissen. Das Kircheninnere erstrahlt in leuchtenden Farben und unter einem „wandernden“ Lichteinfall. Die Schottenmönche bekamen Einblicke in das Leben der Dominikaner und in das Klostergebäude, an dem sie besonders den Blick aus dem Sommerchor in das Kirchenschiff und ein aus dem 15. Jahrhundert stammendes, nach wie vor aktualisiertes Pergament-Nekrologium bestaunten. Das Dominikanerkloster ist nach dem Schottenstift das zweitälteste Kloster der Stadt. Abt Nikolaus Poch überreichte Pater Günter Reitzi zum Zeichen der Verbundenheit einige Produkte aus dem Klosterladen des Schottenstiftes und ein Buch von P. Georg Braulik. Das Leitwort der Dominikaner heißt „Loben, Segnen, Verkündigen“. In analogem Sinne schlossen die Schottenmönche ihren Besuch im Dominikanerkloster mit der Mittagshore im Winterchor ab.

Fotos: P. Christoph Merth und P. Martin Kammerer

 

Rom trifft Wien

Rom trifft Wien

Im Herzen des Besuchs der römischen Delegation von „Wisdom of Faith“ in den Tagen vor dem 4. Adventsonntag (2022) standen die Teilnahme an der Komplet der Mönche am Freitagabend und die anschließende Begegnung zum Thema „Kirche wohin?“. Den Teilnehmern am Treffen galten die ersten Wortmeldungen zu den Fragen: Was fällt mir ein, wenn ich an Kirche denke? Und: Wie sieht die Kirche der Zukunft aus? Professor Don Roberto Regoli, Priester der Diözese Rom, international beachteter Professor für Kirchengeschichte an der Universität Gregoriana in Rom und Hochschulseelsorger, legte seine Überzeugung von der Kirche dar als Gemeinschaft, in der wir Gott erfahren können, von der Kirche als Grundsakrament und als Leib Christi. So wie in der Messe die Gaben von Brot und Wein in den Leib des Herrn, in Eucharistie verwandelt werden, so müssen sich die Glaubensgemeinschaft und ihre Mitglieder immer wieder neu verwandeln lassen in Christus. Der geistliche Weg von „Wisdom of Faith“ kann jungen Menschen dabei eine Hilfe sein und einen Weg in die Zukunft weisen.

Die beiden Studenten, Umberto Cioffi und Simone Gasbarri, und Don Roberto freuten sich sehr darüber, das Schottenstift und Wien ein wenig kennenzulernen, besonders darüber, von Abt Nikolaus persönlich empfangen worden zu sein und mit den Mitgliedern des geistlichen Weges „Wisdom of Faith“ von Wien freundschaftliche Bekanntschaft geschlossen zu haben. Ein Gegenbesuch steht an.

Abt Nikolaus segnete die neu sanierte WG-Wohnung

Abt Nikolaus segnete die neu sanierte WG-Wohnung

Der dritte Adventsonntag steht im Zeichen der Vorfreude auf Weihnachten und ist mit dem Aufruf „Gaudete!“ überschrieben. Grund zur Freude gab an diesem Sonntag auch eine Einladung der WG-Mitglieder an die Mönche. Die WG ist eine seit 31 Jahren bestehende Einrichtung, in der Studentinnen und Studenten im Hof 1 des Stiftes eine Wohngemeinschaft bilden und in Verbindung mit dem Stift leben. Die Mitglieder der WG nehmen Morgen für Morgen an den Laudes der Mönchsgemeinschaft teil und kommen nach einer pandemiebedingten Pause nun auch immer wieder samstags und sonntags als Gäste zum Mittagessen ins Stift. Am Gaudete-Sonntag segnete Abt Nikolaus die neu sanierte Wohnung und die Wohngemeinschaft selbst und wünschte den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Freude und ein gutes Miteinander in ihrem studentischen Zuhause. Die geräumige Wohnung war im Spätsommer fertigsaniert worden. Was wir zur WG schon berichtet haben, lesen Sie weiter unten in der Nachlese (bitte weiter nach unten scrollen).

Zum Martinsfest in Pannonhalma

Zum Martinsfest in Pannonhalma

Eine alte Freundschaft verbindet das Schottenstift mit der Erzabtei von Pannonhalma. Gegenseitige Besuche haben im Laufe der Geschichte diese Freundschaft lebendig gehalten. Diese Verbundenheit kam anlässlich des Martinsfestes im November 2022 in Pannonhalma wieder zum Ausdruck.

Zuletzt war Erzabt Cirill Tamás Hortobágyi mit einer Delegation aus Pannonhalma zur Glockenweihe ins Schottenstift gekommen. Bei dieser Gelegenheit lud Erzabtei Cirill zum Patronatsfest der Erzabtei, dem Fest des Heiligen Martin, nach Pannonhalma ein. Altabt Johannes ist in diesem Jahr der Einladung im Namen des Schottenstiftes gefolgt, begleitet von Pater Martin (Schottenstift) und Frater Elias (Stift Seitenstetten). Das Fest ist der jährliche Höhepunkt im Leben der Erzabtei, zu dem die einst aus der Bischofsstadt Tours erhaltenen Reliquien des Heiligen besonders verehrt werden und eine Reihe von Gästen erwartet werden. So stand der Erzbischof von Veszprém, György Udvardy, der Festmesse vor. Für den Vorabend des Festes hatten die Schüler des Stiftsgymnasiums bzw. Internats von Pannonhalma eine Vielfalt von Speisen vorbereitet, die gegen Spenden für die Ukrainehilfe angeboten wurden. Der Besuch in Pannonhalma bot Gelegenheit zu einer Reihe von Begegnungen und guten Gesprächen, unter anderem mit dem emeritierten Erzabt Asztrik Várszegi, wobei die Gäste aus Wien über die Entwicklungen in Pannonhalma und in Ungarn informiert wurden.

 

„Ihr könnt etwas verändern!“

„Ihr könnt etwas verändern!“

Im Schottenstift sprach Caritas-Präsident Michael Landau am 24. Oktober 2022 zu jungen Erwachsenen der „Wisdom-of-Faith“-Gruppe. „Caritas ist ein Hoffnungszeichen“, lautete der Grundtenor des Abends.

„Caritas passt in den weiten Horizont der Hoffnung hinein, der im Gebet ausgedrückt wird“, sagte Präsident Landau und nahm damit auf die den Wisdom-Treffen immer vorausgehende, mit den Mönchen gebetete Komplet Bezug. Diese Hoffnung besagt, dass nicht Gewalt und Tod, Elend und Not das letzte Wort haben, sondern die Barmherzigkeit Gottes. Barmherzigkeit und Liebe drücken sich in der Caritas aus.

Wahre Caritas geschehe von Mensch zu Mensch, von Gesicht zu Gesicht. „Ihr alle könnt etwas in der Welt zum Positiven verändern“, sagte Michael Landau zu den jungen Studentinnen und Studenten. Veränderung würde mit dem aufmerksamen Blick für die Not der anderen beginnen. Er sagte, wir alle seien in eine Schicksalsgemeinschaft mit der gesamten Menschheit hineingestellt und zitierte den Theologen Johann Baptist Metz: „Es gibt kein Leid in der Welt, das uns nichts angeht.“

Darauf deutet auch hin, dass wir alles Wesentliche von anderen erfahren bzw. empfangen haben. „Wie sollen wir mit den Belastungen unserer Zeit umgehen?“, lautete eine der Fragen aus den Reihen der jungen Leute. Die jetzige Zeit beinhalte einen Auftrag an uns, sie sei uns anvertraut, sagte der Caritas-Präsident. Abt Nikolaus begrüßte die Gruppe und Caritas-Präsident Michael Landau und drückte seine Freude über den Besuch des Referenten aus. Benedikt Kropatschek und Theresa Budin brachten Fragen ein.

 

Junge Menschen für junge Menschen

Junge Menschen für junge Menschen

Eine Gruppe junger Erwachsener im Universitätsstudium hat einen Weg der persönlichen Weiterbildung und Glaubensvertiefung eingeschlagen, der über den Kreis der Alt-Schotten hinaus grundsätzlich allen jungen Erwachsenen (im Studium oder im Beruf) offensteht. Für den von ihr eingeschlagenen Weg hat die Gruppe entschieden, sich einer seit 2017 in Rom bestehenden, den Namen „Wisdom of Faith“ tragenden Gruppe von Studentinnen und Studenten und jungen Berufstätigen anzuschließen. Durch P. Martin besteht eine persönliche Verbindung zum Priester und Kirchengeschichts-Professor Roberto Regoli, dem Gründer von „Wisdom of Faith“ in Rom, der von der italienischen Bischofskonferenz neuerdings für die Hochschulseelsorge in ganz Italien beauftragt wurde. Während zweier Einkehrtage Anfang September 2022 hat die Kerngruppe von „Wisdom-of-Faith“-Wien ein ansprechendes Programm für das Wintersemester erstellt. Im Zweiwochentakt finden die Treffen normalerweise am Donnerstagabend im Anschluss an die gemeinsam mit den Mönchen gebetete Komplet statt. Darüber hinaus wird es besondere Initiativen geben, wie beispielsweise eine Laudes mit anschließendem Frühstück jetzt im Oktober, die Roratemessen und anderes mehr. Die Gruppe freut sich auch schon auf ganz besondere Gastreferenten.

Hier das Programm

 

Fünf neue Glocken künden die Botschaft der Erlösung

Fünf neue Glocken künden die Botschaft der Erlösung

Ein Tag besonderer Freude im Schottenstift: Am Fest der Kreuzerhöhung, am 14. September 2022, segnete Abt Nikolaus Poch im Beisein zahlreicher Gäste aus nah und fern fünf für die Stiftskirche neu gegossene Glocken. Im Unterschied zu den bisherigen, aus der Nachkriegszeit stammenden Glocken werden sich die neuen Glocken in Kürze gemeinsam läuten lassen und in ihrer Tonfolge das sogenannte Salve-Regina-Motiv ergeben.

Das Salve-Regina-Motiv weist auf die Muttergottes und damit auf die Schutzpatronin des Stiftes und der Kirche hin. Abt Nikolaus erinnerte dankbar an den „Dienst“ der alten Glocken, von denen nur die Totenglocke im Turm geblieben ist. Glocken verbinden zur Gemeinschaft im Glauben, was in der Stadt besonders auch dadurch deutlich wird, wenn die Glocken der Innenstadt-Kirchen gemeinsam erklingen. Auch das neue Glockengeläut werde verschiedene Aufgaben erfüllen. „Denn wie das Kreuz optisch vom Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus kündet, künden die Glocken freudig, aber auch mahnend vom Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu“, erklärte Abt Nikolaus. „In welche Zeiten werden unsere Glocken hineinläuten? Werden die Glocken Gehör finden, wenn sie zum Gottesdienst und gegen das Unrecht rufen? Werden sie die Gottvergessenheit unserer Stadt durchbrechen?“, fragte der Abt und drückte den Wunsch aus, dass die Glocken etwas von der Tiefe der Botschaft des Festes der Kreuzerhöhung erahnen lassen. Altabt Johannes Jung, der das Vorhaben von Anfang an unterstützte, schlug die beiden kleinen Glocken in einem festlichen Akt nach der Segnung an. Abt Nikolaus sprach verschiedene Dankesworte aus, besonders für die großzügige Hauptspende und für die 31 weiteren gespendeten Finanzierungsbausteine, aber auch an P. Augustinus Zeman, der das Projekt des Glockengeläuts und der Turmfassadensanierung zusammen mit Architekt Jakob Rosenauer betreut sowie an alle, die an der Herstellung der Glocken beteiligt waren. Im Anschluss an die Wort-Gottes-Feier mit der Glockenweihe stand eine Agape, bei der gebührend gefeiert wurde.
Einen ausführlichen Hintergrundbericht zu den Glocken lesen Sie hier.

Foto-Impressionen von der Glockenweihe sowie dem Aufzug der Glocken auf den Kirchturm finden Sie hier.

 

Abt Nikolaus bei Professfeier im Stift Kremsmünster

Abt Nikolaus bei Professfeier im Stift Kremsmünster

Für die Mönche von Kremsmünster war das diesjährige Fest ihres Patrons, des hl. Agapitus von Praeneste, am 18. August 2022 ein besonderer Anlass zur Freude. Zwei aus ihren Reihen legten an diesem Fest ihr Professversprechen ab, Frater Anselm Demattio die ewige Profess, Pater Christian Mayr die zeitliche. Vor seinem Klostereintritt, während seines Studiums der Physik und der Theologie, lebte Frater Anselm für einige Zeit in der Wohngemeinschaft im Schottenstift. So entstand eine mittlerweile langjährige Verbindung zu Weggefährten in der WG sowie zur Gemeinschaft im Schottenstift, besonders zu Abt Nikolaus, der an der Feier teilgenommen hat.

Foto von links nach rechts:
Abt Nikolaus Poch, Frater Anselm Demattio mit Freunden aus der WG-Zeit, Abt Ambros Ebhart (Kremsmünster)

Exerzitienwoche 2022: Geistlich gestärkt ins neue Pastoraljahr

Exerzitienwoche 2022: Geistlich gestärkt ins neue Pastoraljahr

Der Prämonstratenser Paulus Manlik von Stift Schlägl leitete im August die alljährlichen Exerzitien der Schotten-Mönche im
Stift St. Lambrecht – diesmal zu Perikopen aus dem Lukas-Evangelium. Die „Schotten“ erfreuen sich schon seit bald drei Jahrzehnten alljährlich der großzügigen Gastfreundschaft ihrer St.-Lambrechter Mitbrüder, der guten Küche, der schönen Landschaft, der Höhen-Luft, der stimmungsvollen Architektur des Stiftes. Zum Abschluss der Exerzitienwoche feierten die Mönche in der Wallfahrtskirche von Maria Schönanger die Eucharistie und erneuerten dabei wie gewohnt ihr Professversprechen. Wie Abt Nikolaus Poch in seinen Dankesworten an den gastgebenden Abt, Benedikt Plank, und an den Referenten betonte, können die Mönche nach dieser Exerzitienwoche in jeder Hinsicht gestärkt das neue Arbeitsjahr beginnen.

P. Martin Kammerer

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