Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Das Schottenstift – Kloster im Herzen Wiens.

Im Jahr 1155 vom Babenbergerherzog Heinrich II. Jasomirgott gestiftet, konnte die Benediktinerabtei „Unserer Lieben Frau zu den Schotten“ im Jahr 2015 bereits ihr 860-Jahr-Jubiläum feiern. Auch außerhalb des monastischen Lebens werden von den Mönchen der Abtei zahlreiche Aufgaben übernommen. Dazu zählen die Leitung und der Unterricht am Schottengymnasium samt angeschlossenem Hort, die Begleitung des Schottenkindergartens, die Führung einer Wohngemeinschaft für Studierende wie auch eines Gästehauses und nicht zuletzt die pastorale Arbeit in der Schottenpfarre wie auch einigen anderen Pfarrgemeinden in Wien und Niederösterreich.

Unsere Hauptaufgabe aber ist die Liturgie und die geistliche Präsenz an der Schottenkirche im Zentrum der Stadt. Wir verstehen uns als Kloster im Herzen von Wien und sind durch unsere verschiedenen Aufgaben mit den Freuden und Hoffnungen, den Sorgen und Nöten unserer Stadt verbunden.

Herzlich willkommen im Schottenstift!

 

Zu Gast sein im Herzen der Stadt: Das Benediktushaus

21 Gästezimmer in absoluter Ruhelage, direkt im großen historischen Baukomplex des Schottenstifts.

Der verkehrte Adventkalender

Der verkehrte Adventkalender

Dieser Adventkalender ist zu Beginn des Advents leer, lädt jedoch dazu ein, in den Wochen vor Weihnachten befüllt zu werden. An jedem Tag gibt es ein bestimmtes Anliegen für Personen, die die wöchentliche Caritas-Sprechstunde in der Schottenpfarre besuchen. Liste der Anliegen

Sobald die Kirche wieder wie gewohnt offen ist, können Sie Ihre Spende während der Gottesdienstzeiten direkt in den Adventkalender hineinlegen. Davor können Sie aber schon Ihren Beitrag ab 1.12. im Klosterladen abgeben, von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr. Der Klosterladen ist zwar momentan geschlossen, es ist jedoch immer jemand vor Ort. Bitte rufen Sie an, wenn Sie vor der Türe stehen (+43 1 534 98 600) oder klopfen Sie an und Ihre Spende wird entgegengenommen. Geldspenden können Sie auch direkt auf das Konto der Pfarrcaritas überweisen. Spendenkonten

Klosterladen von 17.11.-6.12.2020 geschlossen

Klosterladen von 17.11.-6.12.2020 geschlossen

Aufgrund des aktuellen Lockdowns bleibt der Klosterladen von 17. November bis 6. Dezember geschlossen. Wir sind jedoch telefonisch und per E-Mail von Mo bis Fr von 10:00-16:00 Uhr für die Reservierung und Bestellung von Produkten für die Zeit danach erreichbar. Unser Onlineshop ist selbstverständlich weiterhin verfügbar, Bestellungen werden wie gehabt innerhalb von 1-2 Tagen bearbeitet.

Benefizabend online: Vorfreude-Programm ab Do., 26.11., 17 Uhr

Benefizabend online: Vorfreude-Programm ab Do., 26.11., 17 Uhr

 
Link zum Video vom 17.11. – Statements und Teaser
https://sozialprojekte.schotten.wien/statements-benefizabend-17-november-2020/
 
Die weiteren online-Termine:
Kahoot-Quiz: Do., 3. Dezember, 17.00
Kahoot-Quiz: Do., 10. Dezember, 17.00
Benefizabend live: Do., 17. Dezember, 17.00
 
Spendenkonto (z.B. für Laufspenden):
Empfänger: Sozialprojekte / IBAN: AT96 3200 0031 0821 6400
 
 
Verlängerung der Profess von Bruder Symeon Müller OSB

Verlängerung der Profess von Bruder Symeon Müller OSB

Br. Symeon ist Mönch der Abtei Königsmünster im deutschen Sauerland. Derzeit studiert er in Wien und wohnt in unserer Gemeinschaft. Nun hat er mit Erlaubnis seines Oberen sein Professversprechen hier am 31. Oktober für ein weiteres Jahr bekräftigt. Nach der liturgischen Feier wurde gemeinsam zu Mittag gegessen – und zwar eine typische Spezialität aus P. Symeons Heimat: „Schnippelpannekaoken“. Hier lesen Sie mehr dazu.

Im Herzen der Stadt sind Terror und Gebet

Im Herzen der Stadt sind Terror und Gebet

Nach dem traurigen Anschlag in der Wiener Innenstadt am 2. November haben uns zahlreiche Nachfragen erreicht und Menschen aus aller Welt haben uns ihr Mitgefühl ausgedrückt. Die Schottenmönche danken für diese Zeichen der Solidarität und versichern, dass sie alle wohlauf sind.
Wir denken an und beten für die Opfer des Anschlags!
Abt Johannes

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

 Geprägte Zeiten

Ein Merkmal des kirchlichen Jahres ist die Abfolge der einzelnen Zeiten, die besonders geprägt sind, einen besonderen Charakter haben. So folgt zum Beispiel auf die vierzigtägige Fastenzeit das Osterfest, das 50 Tage lang gefeiert wird.

In unseren Tagen erhalten die Tage eine andere Prägung: Wir wechseln von harten in „weiche“ Lockdowns, von diesen wieder in Zeiten größerer Freizügigkeit; und auch, wenn sich dieser Zyklus wiederholt: die Hoffnung, dass unser Leben nicht mehr durch ein Virus bestimmt werde, sondern wieder in Freiheit, ohne Krankheit und Angst geführt werden könne, haben wir doch alle. Und auch wenn jetzt eine mögliche Impfung immer wahrscheinlicher wird: den „Tag und die Stunde“, wann es soweit sein wird, weiß niemand.

Vieles davon mag uns zum Verständnis der „geprägten Zeit“ des Advents behilflich sein: die Erfahrung einer ungenügenden Gegenwart, des Gefangen-Seins, das zunehmende Licht, das eine Erlösung immer deutlicher erkennen lässt – und die Feier des Weihnachtsfestes, das die erhoffte Freiheit ein wenig vorwegnimmt und uns aufmerksamer macht für die Herrlichkeit, für die wir bestimmt sind.

Viel spricht dafür, dass auch das heurige Weihnachtsfest keinen endgültigen Durchbruch der göttlichen Erlösung mit sich bringt, dass wir vielmehr geschult in der geduldigen Erwartung des Heiles, einander bezeugen müssen, was wir heute schon als Zeichen haben und einander so solidarische Wegbegleiter sind bis zum Tag und zur Stunde, in der allen offenbar wird, was Gott für uns ist: Güte, Gerechtigkeit und Freiheit.

 

Abt Johannes Jung OSB

 

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

Inkarnation, Fleisch-Werdung, nennt man nach einer Wendung des Johannesevangeliums die Geburt Christi, die wir zu Weihnachten feiern: »Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.«

Ein Fest zu feiern heißt nie ausschließlich in die Vergangenheit zu blicken. Gewiss, wichtige Ereignisse bestimmen unser Wissen um uns selbst und oft genug auch unser Leben heute. Zu einem Fest macht diesen Blick in die Geschichte, wenn man erkennt, dass das Gefeierte auch Zukunft hat, dass es relevant ist für Planungen, Erwartungen – kurz, dass das historische Ereignis »lebt«.

Dann könnte man sagen: Das Wort Gottes (der »Logos«) ist Mensch, auch heute, und wohnt in unseren Städten und Häusern, ist also Gegenwart und fordert uns heraus, auch wirklich mit ihm zu leben.

Wenn nun jemand sagt: Ich erkenne es nicht, dieses Wort, sein Gesicht ist mir unbekannt (oder vielleicht fremd geworden), dann könnte man mit dem Unbekannten und Fremden in unserer Umgebung beginnen und nachforschen, ob nicht gerade ein solcher Mensch uns zeigt, wie die Inkarnation des Logos in die Zukunft weist und erkennen lässt: Hier inkarniert sich auch dein Glauben, erhält Fleisch und Geschmack, wird von der Theorie zur Praxis.

Es könnte sein, dass unsere vielleicht schon etwas in die Jahre gekommene Art zu feiern die Würze erhält, die es zum wirklichen Fest machen, an dem man vor Freude tanzt und springt. Denn wir haben erkannt, dass Jesus Christus sich nicht nur als Nachbildung eines Neugeborenen in unseren Krippendarstellungen findet, sondern mit Fleisch und Blut in unserer Nachbarschaft, um auch uns zu retten.

Christus, der Retter, ist da.

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

In der Geschichte unseres Klosters ist 1418 ein entscheidendes Jahr: Die iroschottischen Mönche, denen Herzog Heinrich II. im Jahr 1155 das Schottenkloster zugedacht hatte, hatten segensreich in der Stadt Wien gewirkt, doch ging ihre Zahl mehr und mehr zurück, sodass Herzog Leopold VI. verfügte, es müssten auch deutschsprachige Mönche im Haus auf der Freyung aufgenommen werden. Mit diesem Gedanken konnten sich die Iroschotten jedoch nicht anfreunden und kehrten samt und sonders in das Gründungskloster Regensburg zurück.

Sofort wurde die Abtei aber wieder besiedelt und besteht seitdem ohne Unterbrechung als deutschsprachiges Benediktinerkloster. Der Name „Schotten“ war aber bereits so geläufig, dass er beibehalten wurde. So steigen tausende Wiener am Verkehrsknotenpunkt „Schottentor“ oder in der U-Bahn-Station „Schottenring“ aus Straßenbahn und Untergrundbahn und gehen über die „Schottengasse“ an der „Schottenkirche“ vorbei oder über den „Schottenhof“ ins „Schottengymnasium“. Vielleicht wohnen sie im Grätzel „Schottenfeld“ in der Vorstadt oder gehen im „Schottenwald“ im Westen Wiens spazieren. Und im Kloster leben die Schottenmönche nach der Regel des heiligen Benedikt im Dienst der Menschen in der Stadt Wien. Seit 600 Jahren sprechen sie Deutsch. Damit erreichen sie hoffentlich die Herzen der Menschen, die ihnen begegnen – und sie sind unendlich dankbar, dass sie in dieser schönen Stadt Heimat gefunden haben.

 

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

„Wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich es anders machen!“ – Zu einem solchen reset haben wir nicht so oft Gelegenheit. Wir bauen auf Verbautem weiter und versuchen dem Ganzen so recht und schlecht die richtige Form zu geben, ähnlich einem alten Baum. dem Wind und Wetter sichtbar zugesetzt haben, der aber weiter lebt.

In der Bibel finden sich viele Bilder von Bäumen. Sehr schön ist jenes, in dem davon gesprochen wird, dass ein Baum an „zuverlässigem“ Wasser steht, also immer der Quelle nahe ist, die ihn leben lässt. In einer sehr schwierigen Stunde seines Lebens klagt der Prophet Jeremia Gott an: „Wie ein versiegender Bach bist du mir geworden.“ Die Antwort Gottes gibt Jeremia Mut und eröffnet einen Weg aus seiner Misere.

Ein weiteres Bild stammt aus dem Lukasevangelium: Ein Feigenbaum trägt schon seit drei Jahren keine Früchte und soll nach dem Wunsch des Besitzers gerodet werden. Der zuständige Winzer aber erreicht einen Aufschub: „Lass ihn in diesem Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen!“ (Lk 13, 8).

Diese Bilder sprechen von der Geduld und der Fürsorge Gottes für sein Volk. Sie sind trostreich, weil sie uns Gottes Haltung zu uns nahebringen: Ich lasse dich wachsen – und den Neuanfang setze ich für dich. Er hat einen Namen: Jesus von Nazaret; auf sein Geburtsfest gehen wir in den Wochen des Advents zu.

 

 

Abt Johannes Jung OSB

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
“Unserer Lieben Frau zu den Schotten”
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift