Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Das Schottenstift – Kloster im Herzen Wiens.

Im Jahr 1155 vom Babenbergerherzog Heinrich II. Jasomirgott gestiftet, konnte die Benediktinerabtei „Unserer Lieben Frau zu den Schotten“ im Jahr 2015 bereits ihr 860-Jahr-Jubiläum feiern. Auch außerhalb des monastischen Lebens werden von den Mönchen der Abtei zahlreiche Aufgaben übernommen. Dazu zählen die Leitung und der Unterricht am Schottengymnasium samt angeschlossenem Hort, die Begleitung des Schottenkindergartens, die Führung einer Wohngemeinschaft für Studierende wie auch eines Gästehauses und nicht zuletzt die pastorale Arbeit in der Schottenpfarre wie auch einigen anderen Pfarrgemeinden in Wien und Niederösterreich.

Unsere Hauptaufgabe aber ist die Liturgie und die geistliche Präsenz an der Schottenkirche im Zentrum der Stadt. Wir verstehen uns als Kloster im Herzen von Wien und sind durch unsere verschiedenen Aufgaben mit den Freuden und Hoffnungen, den Sorgen und Nöten unserer Stadt verbunden.

Herzlich willkommen im Schottenstift!

 

Das Schottenstift in Bild und Ton

Oft ist die „Benediktinerabtei unserer Lieben Frau zu den Schotten“ – die mitten in Wien, mitten im Leben liegt – erst auf den zweiten Blick als Kloster zu erkennen. Hier können Sie einen dritten Blick riskieren – und das Schottenstift besser kennenlernen, indem sie reinschauen oder reinhören in das Klosterleben…

Benediktion Abt Nikolaus Poch

Am 25. September 2021 fand in der Schottenkirche die Benediktion von Abt Nikolaus Poch durch Christoph Kardinal Schönborn statt.

Leben im Kloster

Abt Nikolaus Poch und Sr. Nathanaela Gmoser aus dem Kloster in Wien-Liebhartstal geben in einem kurzen Film der Erzdiözese Wien Einblick in das Leben von Benediktinern und Benediktinerinnen.

Einblick in die Klostergemeinschaft

In diesem kurzen Video, das anlässlich des Schul-Benefizabends 2021 entstanden ist, erzählt Abt Nikolaus Poch über das Leben in der Klostergemeinschaft sowie seinen eigenen Lebensweg.

Was Ostern wirklich bedeutet

In der Liturgie der Karwoche werden das Leiden, der Tod und die Auferstehung Jesu gefeiert. Darüber und warum Christen eigentlich das ganze Jahr über Ostern feiern, erzählen die Mönche des Schottenstifts in der von der Erzdiözese Wien erstellten Video-Reihe „Leiden, Sterben, Auferstehen – Was Ostern wirklich bedeutet“.

Thementag radio klassik Stephansdom

Am 13. Jänner 2022 stand bei radio klassik Stephansdom das Schottenstift im Mittelpunkt: Das Kloster wurde im Rahmen eines Thementags in vielen seiner Facetten vorgestellt – in 12 kurzen Radiobeiträgen.

Ein Tag im Leben eines Benediktinerpaters

Die 40-minütige Dokumentation zeigt einen Tag im Leben eines Benediktinermönchs im Wiener Schottenstift.

Zu Gast sein im Herzen der Stadt: Das Benediktushaus

21 Gästezimmer in absoluter Ruhelage, direkt im großen historischen Baukomplex des Schottenstifts.

In Wien studieren, im Schottenstift mit-leben

In Wien studieren, im Schottenstift mit-leben

Seit nunmehr über 30 Jahren besteht am Schottenstift eine Wohngemeinschaft für Studentinnen und Studenten, die mit den Mönchen verbunden ist. Die großflächige Wohnung der WG soll bis zum Beginn des neuen Studienjahres fertig saniert sein und dann wiederum neun Studierenden ein Zuhause am Studienort mit Anschluss an den Konvent bieten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Klosterladen: Im Sommer montags geschlossen

Klosterladen: Im Sommer montags geschlossen

Im Juli und August bleibt der Klosterladen an den Montagen geschlossen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch von Dienstag bis Freitag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr und Samstags von 10:00-12.30 Uhr bzw. 13:00 bis 17:00 Uhr.

 

27. Mai 2022: Konventausflug zu den Reiner Zisterziensern

27. Mai 2022: Konventausflug zu den Reiner Zisterziensern

Der diesjährige Konventausflug des Schottenstifts führte in die Steiermark, in das Zisterzienserstift Rein: Dort standen zahlreiche Besichtigungen am Programm – von der barocken Basilika ging es unter anderem in den Kreuzgang mit der Äbtegalerie, in die Marienkapelle sowie in die historische Bibliothek. Weiters wurde die Wallfahrtskirche Maria Straßengel besucht, die als Meisterwerk der österreichischen Hochgotik gilt. Ein informativer Tag, der schließlich seinen Abschluss mit einer Eucharistie vor dem Gnadenbild von Straßengel und mit einem geselligen Zusammensein bei einem Heurigen fand. Mehr dazu finden Sie hier.

Video-Reihe: „Was Ostern wirklich bedeutet“

Video-Reihe: „Was Ostern wirklich bedeutet“

In der Liturgie der Karwoche werden das Leiden, der Tod und die Auferstehung Jesu gefeiert. Darüber und warum Christen eigentlich das ganze Jahr über Ostern feiern, erzählen die Mönche des Schottenstifts in der von der Erzdiözese Wien erstellten Video-Reihe „Leiden, Sterben, Auferstehen – Was Ostern wirklich bedeutet“. Die 5 Kurz-Videos finden Sie hier.

Friedensgebet für die Ukraine

Friedensgebet für die Ukraine

Am Freitag, 4. März fand vor dem Südportal der Kirche ein Friedensgebet für die Ukraine statt. Gemeinsam mit Mitgliedern der Pfarrgemeinde und einigen Passanten beteten Schottenpfarrer und Prior des Stiftes P. Augustiuns, Abt Nikolaus und Mönche des Schottenkonvents sowie Mönche, die als Gäste im Kloster anwesend waren. Mit Teelichtern wurde ein Kreuz gelegt. Beim Klang der großen Glocke verharrten die Teilnehmer in Stille.  Mit Fürbitten, dem gemeinsamen Friedensgebet  und  einem Salve Regina wurde das Gebet beendet. Hier ein paar Impressionen

Geistlicher Impuls von Abt Nikolaus


„Wie schön, dass du geboren bist …“

Zu Beginn der Quadragesima, der 40 Tage vor dem Osterfest, treten die Christen am Aschermittwoch nach vor, um das Zeichen des Aschenkreuzes zu empfangen. Gebrechliche Menschen, von Krankheiten gezeichnet, stehen in einer Reihe mit Menschen im blühenden Jugendalter. Menschen am Stock zwischen solchen mit blinkenden Turnschuhen. Ganze Familien in einer Reihe mit Alleinstehenden. Nachdenkliche mit Übermütigen …
Ja, das vereint alle: dass unser Leben – früher oder später – ein Ende haben wird. „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist, und wieder zu Staub zurückkehrst.“

Zu Beginn der Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu schauen wir im Bild der grauen Asche der sichersten Tatsache unseres Lebens ins Auge: Dass wir sterbliche Geschöpfe sind. Niemand von uns wird dem Tod je entrinnen können. Jeder von uns wird sterben. Lediglich der Zeitpunkt ist ungewiss.
Was wir im Alltag meist erfolgreich verdrängen, wird uns mit diesem Zeichen in aller Deutlichkeit bewusst. Und verweist damit auf die Kostbarkeit unserer Lebenszeit. Auf die Bedeutsamkeit des gegenwärtigen Augenblicks. Auf die Tiefe all unserer Entscheidungen.

Mit dem Wissen um unsere Begrenztheit, in Unsicherheit und mit unseren Ängsten, gehen wir dem Osterfest entgegen. Zugleich mit dem Auftrag in Freiheit das eigene Leben zu gestalten. Und mit der Zusage des Glaubens, dass die Bewegung der Auferstehung Jesu, vom Tod in das Leben, unsere eigene Existenz umfasst. Ostern: das Fest der Erlösung. Das Fest des Lebens, das stärker ist als der Tod.

„Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst“, singen die Kinder im Kindergarten, wenn eine/r von ihnen Geburtstag hat.
Ich glaube fest, dass auch Gott jedem von uns dies zusagt. Und dass diese Botschaft durch das Zeichen des Aschenkreuzes nicht zurückgenommen, sondern – ganz im Gegenteil – im wahrsten Sinne des Wortes „unendlich“ vertieft wird: Wir endliche Geschöpfe in unserer brüchigen Existenz – von Gott unendlich geliebt und zum Leben gerufen!

Abt Nikolaus

 

 

Abt Nikolaus Poch OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

 

Manche Eckdaten der Sommerferien sind gut vorauszuplanen: Wann ich auf Urlaub fahre, wohin die Reise gehen soll, mit wem ich unterwegs sein will… 

Was in Erinnerung bleibt, sind zumeist jedoch jene Erlebnisse, die mich überraschend treffen.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Sommers gehört für mich die Erfahrung eines umwerfend schönen Sternenhimmels: Am Vorabend einer Hochzeit in Bayern saßen wir gemütlich im Stadl eines Bauernhofes, mit bayerischem Bier, gutem Essen und netten Gesprächen. Als ich dann zu später Stunde ins Freie getreten bin, konnte ich meinen Augen kaum trauen: über mir spannte sich das prachtvollste Himmelszelt aus, das ich je gesehen hatte. Unzählige Lichter erleuchteten das Firmament: kleinere und größere, hell hervorstechende und kaum sichtbare. Für einen Großstädter wie mich stellte diese sternenklare Nacht eine einzigartige, berührende, zutiefst spirituelle Erfahrung dar. In ehrfürchtigem Staunen konnte ich mich kaum sattsehen. Welche unendliche Weite, welche unbeschreibliche Herrlichkeit, unter die wir Menschen gestellt sind. Unwillkürlich dachte ich an Psalm 8: Herr, unser Herrscher, / wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; / über den Himmel breitest du deine Hoheit aus… Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, / Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, / des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

In diesem Sinne wünsche ich Dir/Ihnen/Euch einen Sommer voller Überraschungen!
Abt Nikolaus

 

 

 

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

„Wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich es anders machen!“ – Zu einem solchen reset haben wir nicht so oft Gelegenheit. Wir bauen auf Verbautem weiter und versuchen dem Ganzen so recht und schlecht die richtige Form zu geben, ähnlich einem alten Baum. dem Wind und Wetter sichtbar zugesetzt haben, der aber weiter lebt.

In der Bibel finden sich viele Bilder von Bäumen. Sehr schön ist jenes, in dem davon gesprochen wird, dass ein Baum an „zuverlässigem“ Wasser steht, also immer der Quelle nahe ist, die ihn leben lässt. In einer sehr schwierigen Stunde seines Lebens klagt der Prophet Jeremia Gott an: „Wie ein versiegender Bach bist du mir geworden.“ Die Antwort Gottes gibt Jeremia Mut und eröffnet einen Weg aus seiner Misere.

Ein weiteres Bild stammt aus dem Lukasevangelium: Ein Feigenbaum trägt schon seit drei Jahren keine Früchte und soll nach dem Wunsch des Besitzers gerodet werden. Der zuständige Winzer aber erreicht einen Aufschub: „Lass ihn in diesem Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen!“ (Lk 13, 8).

Diese Bilder sprechen von der Geduld und der Fürsorge Gottes für sein Volk. Sie sind trostreich, weil sie uns Gottes Haltung zu uns nahebringen: Ich lasse dich wachsen – und den Neuanfang setze ich für dich. Er hat einen Namen: Jesus von Nazaret; auf sein Geburtsfest gehen wir in den Wochen des Advents zu.

 

 

Abt Johannes Jung OSB

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift