Lernen am Schottengymnasium

Das Schottengymnasium ist nicht nur Teil der Gemeinschaft rund um das Schottenstift, sondern auch eine Schule mit besonders langer Tradition. Auch heute liegt uns eine umfassende Ausbildung – dank eines modern gestalteten Unterrichts – genauso am Herzen wie religiöse Begleitung und wertschätzendes Miteinander.

 

Mit den richtigen Formeln Alltag und Beruf meistern

Egal in welchem Bereich die Absolventinnen und Absolventen des Schottengymnasiums später beruflich tätig sein werden, eine gute naturwissenschaftliche Ausbildung gehört zur Allgemeinbildung.
Chemie ist die notwendige Grundlage von biologischen und medizinischen Kenntnissen. Sie hilft, Prozesse logisch zu verstehen und Phänomene in der Natur abzuleiten

Zum (Regel-) Unterricht

Der Lehrplan setzt gut begründete Ziele:

Der Chemieunterricht dient zur Bewältigung des Alltags.

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum Zigarettenrauch eigentlich giftig ist oder Kalk sich besonders gut in Zitronensäure löst? Was macht ein Surfbrett relativ leicht und doch stabil und worin besteht die isolierende Wirkung eines Neoprenanzugs? Welche Vorgänge bestimmen die Schmerzleitung in den Nerven? Woraus bestehen Salben? Und gerade wenn die Medien über Chemieunfälle oder Pannen in Atomkraftwerken berichten, ist ausgewogene Information über den tatsächlichen Sachverhalt aufschlussreich.

Durch den Unterricht wird chemisch-naturwissenschaftliches Denken bei den Schülerinnen und Schülern geweckt und geschult. Die Logik hinter chemischen Vorgängen ist faszinierend. Gefordert ist also kein mechanisches Auswendiglernen, sondern ein Verstehen. Der Chemieunterricht schult nicht nur das Denken der Schülerinnen und Schüler, sondern ermöglicht ihnen auch Erkenntnisse zu unterschiedlichsten Vorgängen des Alltags.

Wir selbst tragen die Verantwortung für den Schutz und die Erhaltung der Umwelt. Aus der christlichen Weltanschauung folgt das Bewusstsein, dass die Natur ein wertvolles Geschenk ist, das wir für uns und die nächsten Generationen bewahren müssen. Die Konsequenzen der Umweltverschmutzung werden erst begreifbar, wenn auch die chemischen Prozesse klar sind. Andererseits kann die Effizienz von Methoden zum Umweltschutz auch erst aus dem Wissen um die chemischen Grundlagen bewertet werden.

Unsere Lehrziele und Unterrichtsangebote

Bewährt hat sich ein allgemeiner Überblick über chemische Grundbegriffe in der 4. Klasse, in der Oberstufe stehen Grundlagen der Anorganischen und Physikalischen Chemie (7. Klasse) und der Organischen Chemie und Biochemie (8. Klasse) im Vordergrund.

Chemie kann als Maturafach gewählt werden. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler haben in der 8. Klasse Fachbereichsarbeiten und Vorwissenschaftliche Arbeiten zu chemischen Themen geschrieben, die als Teil der Matura gelten. Einige wurden mit Preisen ausgezeichnet und waren Anstoß zu einem erfolgreichen Chemiestudium. Ergänzend zum Regelunterricht wird Chemie als Wahlpflichtfach und ein Olympiade-Kurs in Vorbereitung zur Österreichischen Chemieolympiade angeboten. Dabei besteht mehr Möglichkeit zum praktischen Arbeiten im hauseigenen Laborsaal.

Die Fähigkeit zu und v.a. die Freude an logischem Denken, Neugierde und Interesse für Vorgänge in der Natur sind wichtige Grundvoraussetzungen. Die Faszination von chemischen Experimenten ergreift meist alle Schülerinnen und Schüler schon in den ersten Stunden. Das Gesehene wird theoretisch erschlossen.

 

Mathematik | Physik

 

Aktuelles aus dem Chemieunterricht

YouTube – Seifen VLOG

https://youtu.be/D0fAL7hntSI

Podcast Umweltchemie 4a/4b

https://podcasts.apple.com/at/podcast/chemie-am-schottengymnasium-podcast/id1678397601

https://open.spotify.com/show/5bIR94QXSStUzrdR1XFbvd?si=8w8fowUaS-iyIh2frtqZpw

Exkursion Praterreaktor Klasse 7c

Am Montag, dem 09.10.2023 konnten wir im Zuge einer Exkursion im Fach Chemie den Forschungsreaktor der TU Wien (Praterreaktor) besichtigen. 
 
Dort bekamen wir zuerst einen Überblick über die Entdeckung der künstlichen Radioaktivität und auch deren Anwendungen. Danach bot uns Professor Georg Steinhauser sehr interessante Einblicke in die aktuellen Forschungen. Auch die Selbstregulierung am Reaktor und sogar der innere Aufbau wurde uns erklärt. 
 
(Sebastian Maierhofer, 7c)

 

 

Aktuelles aus dem Chemieunterricht

Rezension des Filmes „Plastic Planet“

Im Rahmen des Chemieunterrichts wurde der Film Plastic Planet angesehen und anschließend haben die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanke dazu festgehalten. Hier der Text von Cilli Raftl:

Der Film Plastic Planet war sehr informativ und hat viele verschiedene Perspektiven zu dem Thema Plastik gezeigt. Dies ist meiner Meinung nach sehr wichtig um so ein wichtiges und großes Thema umfassend darzustellen. Obwohl die Dokumentation schon etwas älter ist, hat der Stoff nicht an Aktualität verloren, im Gegenteil, die besprochenen Dinge sind relevanter denn je.

Ich finde der Film hat gut dargestellt mit welchen Schwierigkeiten Firmen und WissenschaftlerInnen zu kämpfen haben. Es ist leichter gesagt, als getan Alternativen zu Plastik zu finden. Ich bemerke oft, dass in Gesprächen und Diskursen, die Entwicklung von Alternativen relativiert und unterschätzt wird. Unseren Planeten umzukrempeln, wird achtlos der Wissenschaft zugeschoben, etwas worauf sich viele Menschen verlassen und ausruhen. Denn wie auch im Film gezeigt wird, sind sogar Ersatzprodukt teils problematisch und werden in Wirklichkeit ihren Betitelungen als Öko Produkt nicht gerecht. Ein Lösungsansatz, der mir in der Dokumentation etwas gefehlt hat, den ich persönlich als unausweichbaren Faktor ansehe, ist der Verzicht. Jeder auf der Welt will den vollkommenen Wohlstand, es ist jedoch an der Zeit, einige Produkte wieder vermehrt als Luxusprodukt anzusehen, anstatt sie zu industrialisieren. Es ist natürlich wahnsinnig schwer, Menschen von dem Überfluss, in dem wir leben etwas abzukehren. In meinen Augen muss genau daran stark gearbeitet werden, um unseren Lebensraum die Erde zu schützen.

Wenn man sich mit dem Thema Plastik auseinandersetzt, werden Konzernen und Firmen natürlich automatisch Schuld zugeschoben. An der Stelle ist es jedoch auch wichtig anzumerken, dass die Menschen selbst gern ihre Augen vor (globalen) Problemen schließen. Man sieht es eigentlich jeden Tag, denn obwohl wir uns der Klimakrise bewusst sind, handeln selbst die engagiertesten Personen nicht dementsprechend. Und Plastik ist in vielen Bereichen die einfachste Lösung und vereinfacht unser Leben enorm. Wer würde denn wirklich freiwillig, voll und ganz, auf Plastik verzichten? Ich bin der Meinung, dass die Politik eine große Rolle in diesem Problem spielt. Enttäuschend ist es aber schon, wenn sich die EU auf das Thema Plastikstrohhalme stürzt, welche 1% des Mülls im Meer ausmacht. Natürlich ist es ein Start, aber die Zeit drängt zu sehr, sich auf Details zu fokussieren. Einerseits sollte daran gearbeitet Regulationen für die speziell schädlichen Stoffe im Plastik zu verhängen. Zum anderen sollten Universitäten und Institute mit mehr finanziellen Mitteln ausgestatten werden, um ihre Arbeit zur Innovation der Plastikproduktion und ihren Alternativen auszuweiten.

Der Film hat mir erneut vor Augen geführt, wie grotesk es eigentlich ist, wie viel aus Plastik besteht und wie unausweichbar Plastik geworden ist.
Es ist ein kleines Detail, aber meine Familie ist vor einigen Monaten auf Glasflaschen umgestiegen, auch haben wir eine strenge Mülltrennung und kaufen oft Obst und Gemüse in Kartongefäßen, anstatt in Plastikverpackungen. Persönlich kaufe ich fast keine neue Kleidung mehr, die Plastikfaser enthalten könnte. Entweder achte ich auf reine Stoffe, hauptsächlich kaufe ich aber Second Hand. Insgesamt versuche ich eigentlich in allen Bereichen meines Lebens Schule, Ernährung, Ausstattung, aber auch beispielsweise Kosmetik meinen Konsum möglichst zu minimieren und auch auf Dinge zu verzichten. Wenn ich etwas brauche, versuch ich möglichst Produkte zu kaufen, die wenig Plastik enthalten und insgesamt umweltfreundlich sind.

Cilli Raftl, 8b

 

 

Hinweis

Für die ersten Klassen in den Schuljahren 2024/25 und 2025/26 können leider keine Anmeldungen mehr angenommen werden.
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Kontakt

Öffentliches Schottengymnasium der Benediktiner in Wien
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