Es ist schon Tradition geworden, dass die Mitbrüder den Dienstag nach Pfingsten miteinander verbringen. Es werden nach Möglichkeit Ziele ausgesucht, die schnell zu erreichen sind, kulturell etwas zu bieten haben und auch Zeit für Bewegung an der frischen Luft einschließen. Das Ziel dieses Jahres war allerdings einem traurigen Anlass gewidmet. Der Senior unseres Klosters, P. Richard Treyer OSB, war im 93. Lebensjahr am 30. März verstorben. Es war auch am Höhepunkt der Corona-Pandemie. So konnten nur fünf Personen an der „hastigen“ Beisetzung (direkt von der Leichenhalle zum Grab zur Einsegnung, ohne Gottesdienst und das alles in 20 Minuten) teilnehmen. Abt Johannes, begleitet von P. Georg, nahm die Einsegnung vor. Drei weitere Personen kamen aus dem engsten Verwandten- und Bekanntenkreis von P. Richard.
So konnten wir erst am Pfingstdienstag von P. Richard an seinem Wirkungs- und Bestattungsort, der Pfarrkirche St. Veit in Kleinengersdorf, in einem feierlichen Rahmen Abschied nehmen. Der Pfarrer der beiden Gemeinden (Kleinengersdorf und Enzersfeld), P. Sebastian Hacker OSB, hielt die Obitusmesse. Danach am Priestergrab ein letzter Abschied. P. Richard möge ruhen in Frieden.

Danach ging es weiter nach Enzersfeld. P. Sebastian machte eine Führung durch die letztes Jahr renovierte Pfarrkirche Mariä Geburt. Nach der Mittagshore wurde uns beim Scheitererwirt ein exzellentes Mittagessen serviert. Zur Verdauung folgte eine halbstündige Wanderung zur Lourdes-Kapelle (einige ermüdete nahmen mit dem Auto einen kürzeren und bequemeren Weg).
Der Nachmittag wurde beschlossen mit der Besichtigung der ebenfalls zur Pfarre Enzersfeld-Kleinengersdorf gehörenden 1.000-jährigen Magdalenenkirche in Hagenbrunn.
Nach Tagen nasskalten Wetters konnten wir so auch einen schönen Sommertag erleben.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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