Bei einem Firmgottesdienst fragte ich einen jungen Burschen, der mir ein wenig gehemmt vorkam, spontan, ob er vielleicht vor etwas Angst habe. Eine mögliche Antwort wäre gewesen: Nein, ich bin nur etwas aufgeregt. Damit hätte ich jedenfalls gerechnet.

Ohne lange nachzudenken, sagte er mir aber etwa: Ich fürchte mich davor, nicht akzeptiert zu werden, ausgeschlossen zu sein. Wenige Sekunden nachdem ihm zugesprochen war: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, hatte ihn dieser Geist dazu gebracht, die große Angst seines Lebens gegenüber dem Menschen auszusprechen, der ihn wenige Sekunden zuvor gefirmt hatte.

Für mich war diese Antwort ein schönes Geschenk des Vertrauens, und man kann sich denken, was ich dem jungen Mann gesagt habe, um ihn zu trösten und ihn einzuladen, ein wenig mehr Vertrauen in sich selbst zu haben.

Nachher ist mir in den Sinn gekommen, was wir in der Liturgie des Pfingstfestes vor dem Evangelium singen, die „Pfingstsequenz“, in der es in deutscher Übersetzung heißt: Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält, löse, was in sich erstarrt, lenke was den Weg verfehlt.

Der Gottesgeist verhelfe uns dazu, die Wahrheit unseres Lebens zu finden.