Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Choralschola und Schottenchor

Die Vokalmusik in der Schottenkirche wird – neben dem Konvent und der Gemeinde – im Wesentlichen von der Choralschola Quasi modo geniti und dem Schottenchor, beide unter der Leitung von Mag. art. Xaver Kainzbauer, getragen.

Der seit 30 Jahren bestehenden Schola Quasi modo geniti gehören ca. 10 Männer und Frauen an. Sie singen einmal monatlich am Sonntagabend um 19 Uhr ein Choralamt. Dabei werden alle lateinischen Gesänge des jeweiligen Propriums (Introitus, Graduale, Alleluia oder Tractus, Offertorium und Communio) sowie des textlich immer gleichen Ordinariums (Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei) gesungen; letztere unter hörbarer und zunehmend sicherer Beteiligung der Gemeinde. Xaver Kainzbauer ist es ein Anliegen, den Gregorianischen Choral als gehobene Form der Sprache herauszuarbeiten; für die Singpraxis erstellt er eigene Hefte, in deren Notation Erkenntnisse aus dem vergleichenden Quellenstudium einfließen.

Vor knapp 40 Jahren gründete Xaver Kainzbauer den Chor St. Elisabeth; seit 1998/99 ist er in unserer Gemeinde als Schottenchor heimisch. Aufgabe und Selbstverständnis des Chors ist die liturgische Musik im Dienst des Wortes. Mit 16 bis 20 Frauen und Männern, die sich halbwegs gleichmäßig auf alle Stimmen aufteilen, lässt sich vor allem die Musik der Renaissance- und Barockzeit hervorragend zum Klingen bringen; dazu kommt ausgewählte Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts und auch so manches „dazwischen“. Einen Schwerpunkt bilden die deutschsprachigen Kompositionen von Heinrich Schütz, dessen reiche Vertonungen biblischer Texte beider Testamente (u.a. die Geistliche Chormusik oder die doppel- bis vierchörigen Psalmen Davids) eine nahezu unerschöpfliche Quelle biblisch-liturgischer Spiritualität darstellen.

Der Chorgesang versteht sich als Ergänzung zum Singen der Gemeinde, die erste Trägerin jeder liturgischen Feier. Daher wird auch die der Kirche schon früh bekannte Alternatim-Praxis – der Wechselgesang verschiedener Gruppen – gepflegt und konsequent eingesetzt: zwischen KantorInnen und Gemeinde, Sologruppe und Ganzchor, Schola und Chor oder auch zwischen rechter und linker Seite im Kirchenschiff (z.B. beim Gloria im Choralamt). Ein inzwischen gut etabliertes Beispiel dafür sind die von der Schola gesungenen gregorianischen Introiten im Advent und in der Quadragesima, die nicht mit solistischen Psalmversen, sondern mit dem von der Orgel begleiteten Einzugslied der Gemeinde kombiniert werden.

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