Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Berichte von Konvent-Ereignissen

Konventexerzitien in St. Lambrecht

Konventexerzitien in St. Lambrecht

Unsere diesjährigen Konventexerzitien vom 16. – 21. August hielt P. Provinzial Dr. Roberto Maria Pirastu OCD vom Wiener Karmelitenkloster in Döbling. Im Jubiläumsjahr der hl. Theresa von Avila zeigte er uns in acht Vorträgen als ein hervorragender Autor und Kenner das Leben und Wirken dieser großen Heiligen und Kirchenlehrerin auf.

In der freien Zeit genossen wir nach den Tropenwochen in Wien die frische Luft auf 1.100 m Höhe. Am 21. August stellte sich auch in Wien das Wetter wieder auf den Sommer um. So konnten wir nach unserer Rückkehr wieder unfreiwillig für die nächsten zwei Wochen viele Tropentage und –nächte geniessen.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Küchen–“Neubau“

Küchen–“Neubau“

Es war keine Renovierung im üblichen Sinn. Ein halbes Jahr „blieb die Küche kalt“, kein Stein auf dem anderen! Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Eine alte Matrone hat sich zu einer jungen, attraktiven Dame gemausert! Damit können die Anforderungen an die neue Küche (für Konvent, Personal, Kindergarten und Gymnasium) für eine hoffentlich lange Zeit erfüllt werden.    Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Konventausflug nach Lilienfeld

Konventausflug nach Lilienfeld

Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes! Umso größer die Freude bei der morgendlichen Abfahrt zu unserem diesjährigen Konventausflug zum Zisterzienserstift Lilienfeld im Mostviertel: kein Regen, unterschiedliche Bewölkung, zum Teil zeigt sich auch die Sonne.

Am Ziel angekommen, wurden wir nicht nur von Abt Matthäus, sondern auch von allen Kirchenglocken begrüßt! Den Beginn bildete die hl. Messe im ältesten Raum des Klosters, dem Kapitelsaal. Dieser wird in der kalten Jahreszeit auch als „Pfarrkirche“ genutzt. Danach eine Führung durch das Kloster, u.a. Besichtigung der großen Kirche (größte Kirche Niederösterreichs), der Bibliothek und anderer sonst für die Allgemeinheit nicht zugänglichen Räumlichkeiten. Dem Stift sind 19 Pfarren inkorporiert (bei insgesamt 20 Mönchen), von denen 8 ständig im Kloster leben. Um alle Pfarren versorgen zu können, erbat sich Abt Matthäus 2 Priester aus Afrika, die seit dem letzten Jahr intensiv in der Erlernung der deutschen Sprache und auf die Mentalität der hiesigen Gläubigen vorbereitet werden.

Eine kleine Episode bei der Bibliotheksführung: P. Pius zeigte uns eine russische Bibel, die 1945 geistesgegenwärtig von einem Mönch dem Befehlshaber der einrückenden Russen gezeigt wurde. Dessen Kommentar: „Hier ist Kultur“. Damit wurde eine „Zweckentfremdung“ der Bücher verhindert.

Lilienfeld liegt an der so genannten „Via Sacra“, dem Pilgerweg nach Mariazell. Einige Fußpilger kamen uns bei der Weiterfahrt entgegen. Das opulente Mittagessen wurde unterwegs durch einen einstündigen Spaziergang verarbeitet.

In der Wallfahrtskirche Dornau sangen wir die Vesper, bevor der Tag in unserem „Schottenheurigen“ in Maria Enzersfeld ausklang. Der einsetzende Regen machte den Abschied leichter.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Recollectiotag: Besuch im Mechitaristenkloster

Recollectiotag: Besuch im Mechitaristenkloster

Das neue Jahr begann für uns Schottenmönche, was die ökologische Seite betrifft, beispielhaft.  Am 2. Jänner erreichten wir unser diesjähriges Ziel zu Fuß: das Mechitaristen-Kloster im VII. Bezirk in der Neustiftgasse.

Der Mechitaristen-Orden ist eine Kongregation armenisch-katholischer Mönche, die nach der Regel des Hl. Benedikt leben. Der Gründer war Mechitar von Sebastaia (1676 – 1749). Über den Jesuiten J. Villotte lernte er die röm.-kath. Kirche kennen. 1712 erhielt die inzwischen gegründete Kongregation von Papst Klemens XI. die Bestätigung. 1713 wurde Mechitar der erste Abt und so entstand die „Congregatio monastica Antonianorum Benedictinorum Armeniorum“. Von Venedig aus (Mechitar starb 1749 auf der Klosterinsel San Lazaro) wurden die Mönche von Kaiser Franz I. nach Wien berufen, der ihnen im VII. Bezirk das ehemalige Kapuzinerkloster als künftige Bleibe zuwies.

Heute leben 6 Mönche in Wien und 11 in Venedig. Sie sind hier u.a. in der Seelsorge für die kath. Armenier eingesetzt. 2014 wurden die beiden selbstständigen Abteien in Wien und Venedig vereint. Der Sitz des Generalabtes befindet sich in Venedig. Besonders berühmt ist das Wiener Kloster für die größte und kompletteste armenische Bibliothek weltweit (ca. 500.000 Bände), die  auch jetzt noch ständig auf dem neuesten Stand gehalten wird.

Der Wiener Altabt Paulus begrüßte uns  und hielt einen kurzen Einführungs-Vortrag. Danach wurden wir von P. Vahan (zugleich Pfarrer der arm.-kath. Gemeinde) durch Kirche,  Kloster,  Museum und die Bibliothek geführt. Mit einem kurzen Abstecher in die Likörkellerei  endete unser Besuch. Die inzwischen knurrenden Mägen wurden hinterher in einem Lokal neben der Pfarrkirche St. Ulrich beruhigt. Bei inzwischen einsetzendem Nieselregen erfolgte der Rückmarsch ins Schottenkloster.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Aufnahme in das Noviziat

Aufnahme in das Noviziat

Am Festtag des Hl. Martin, 11.11.2014,  wurde Herr Kaplan Thorsten Carich aus der Diözese Eisenstadt ins Noviziat aufgenommen. Unter zahlreicher Beteiligung von Verwandten, Freunden und  Wegbegleitern seiner bisherigen Wirkungsorte wurde er im Rahmen der Morgenhore eingekleidet.  Sein Ordensname: Simeon.

P. Simeon  wurde in Eisenstadt geboren, wuchs in Trausdorf auf, studierte nach der Matura Handelswissenschaften, machte eine radikale Kehrtwendung zum Theologiestudium und wurde am 11.12.2011 im Eisenstädter Dom zum Priester geweiht. Danach folgten Kaplansjahre in Grosspetersdorf und Pinkafeld. Seine Liebe  zur ostkirchlichen Spiritualität kommt in seiner Diplomarbeit zum Ausdruck: „Über die mystische Theologie der Ostkirche nach Vladimir Losskij“.

Öftere kurze und  längere Aufenthalte in unserem Kloster bestärkten ihn in seinem Entschluss, den monastischen Lebensweg einzuschlagen. Seine Hobbys: Fußball: er war Profispieler (spielte mit Martin Stranzl im Team) und Body-Building.

Wir wünschen P. Simeon Gottes Segen auf seinem benediktischen Weg.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Begräbnis von P. Andreas Steinhauer OSB

Begräbnis von P. Andreas Steinhauer OSB

Mitbrüder und Familie, zahlreiche Mitglieder der Pfarren und der Gemeinden von Enzersfeld und Kleinengersdorf, Vertreter des Dekanats Korneuburg, ehemalige Schulkollegen und Schüler, Professoren des Schottengymnasiums sowie Mitarbeiter und Freunde des Schottenstifts begleiteten P. Andreas Steinhauer am Freitag, dem 7. Juni 2013, zu seiner letzten Ruhestätte am Pfarrfriedhof von Enzersfeld. Neben Abt Johannes Jung zelebrierten unter anderen der Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, Christian Haidinger, und der frühere Schottenabt und nunmehrige Abt von St. Paul im Lavanttal, Heinrich Ferenczy, das Requiem in der Pfarrkirche von Enzersfeld.

Unermüdlicher Seelsorger, Lehrer, Erzieher, Mitbruder und Freund

In seiner Predigt würdigte Abt Johannes P. Andreas‘ unermüdlichen Einsatz als Seelsorger in den Pfarrgemeinden, in denen er Dienst tat; im Gymnasium als Lehrer und Erzieher; im Kloster als Teil der Gemeinschaft, dem auch Verantwortung für seine Brüder übertragen war, und als Mensch in den Beziehungen zu Familie und Freunden: Die Verlorenen suchen, die Schwachen kräftigen, die Starken behüten. Wie Gott mir, so ich dir.

Das Evangelium des Requiems (Lk 15,3-7) erzähle ein Gleichnis, in dem Christi Wesen zum Ausdruck komme, so Abt Johannes. Denn der Besitzer des verlorenen Schafes sei natürlich Christus selbst; die „Freude im Himmel“ sei möglich, weil Jesus selbst den Verlorenen nachgehe.
P. Andreas sei ein solcher Hirte gewesen: nachgehend, heimholend, sorgend und oft genug betend, dass er sich auch selbst der Hirtensorge Christi für sich bewusst war.
„Dem Verlorenen nachgehen, bis es gefunden ist … Das hat unser verstorbener Mitbruder oft gemacht, sodass auch er jetzt wohl ‚gefunden‘ und ‚heimgekehrt‘ ist dorthin wohin Jesus die Seinen führt.“

Für die Mitbrüder ein Vorbild auch in „dunklen Stunden“

Wie in jedem menschlichen Leben habe es auch bei P. Andreas dunkle Stunden gegeben, Momente der Schwäche und Erfahrungen des Scheiterns. Mit einem starken Glauben habe er dies „veredelt“, so gut er es konnte, und sei damit für die Mitbrüder im Kloster ein gutes Vorbild geworden, wie man gläubig auch damit leben kann. Dies habe nicht zuletzt auch dafür gegolten, wie er mit seiner Krankheit umgegangen ist. Die Trauergemeinde gebe nun der Ankunft P. Andreas‘ bei Gott ihre Gebete und ihren Dank mit, betonte der Schottenabt.

Bürgermeister von Enzersfeld würdigte langzehnte lange Verbundenheit
In seiner Ansprache am Grab würdigte der Bürgermeister von Enzersfeld, Josef Schiel, die jahrzehntelange Verbundenheit P. Andreas‘ mit der Gemeinde, die vielen Veränderungen und Erneuerungen während seiner Zeit als Pfarrer und seine rege und aufrichtige Anteilnahme am Leben der Gemeinde. Zum Abschluss war die Trauergemeindevom Kloster zur liebevoll vorbereiteten Agape in den Pfarrhof geladen.

Benedikta Seidl Obl. OSB

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Priesterweihe von P. Augustinus Zeman

Priesterweihe von P. Augustinus Zeman

Am 31. Mai – dem Kirchweihfest der Schottenkirche – weihte Kardinal Christoph Schönborn P. Augustinus Zeman OSB zum Priester. Mit dem Konvent, der Familie und der Schottengemeinde feierten Vertreter anderer Klöster, unter ihnen der Prior und Administrator der Abtei Seckau, P. Johannes Fragner, Studienkollegen, Freunde und Wegbegleiter von P. Augustinus. Die Pfarre Stammersdorf – in der P. Augustinus sein Diakonatsjahr verbrachte – war durch Pfarrer Georg Papp, Pastoralassistentin Christiane Czjzek, Ministranten und Pfarrmitglieder vertreten.

„Wer sagt ihr, dass ich bin?“

In seiner Predigt bezog sich Kardinal Christoph Schönborn auf die Frage Jesu im Evangelium zum Kirchweihfest (Mt 16, 15f) „…Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? – Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ und meinte, dass ihm eine Übersetzung mit den Worten „Wer sagt ihr, dass ich bin“ für überzeugender hielte. Denn um etwas sagen zu können, müsse man nicht nur eine Meinung haben, sondern man müsse diese eben auch in Worte fassen können.

Cor ad cor loquitur

In einer kurzen Ansprache dankte P. Augustinus am Ende des festlichen Gottesdienstes Kardinal Christoph Schönborn für die Spendung der Weihe und allen an der Feier beteiligten für Vorbereitung und Mitfeiern und meinte sonst keine weiteren Worte sagen zu wollen, denn diese würden ungenau ausfallen und schloss daher mit einem Zitat des hl. Augustinus: „Cor ad cor loquitur – Das Herz spricht zum Herzen“ Und das tue es bekanntlich in eigener Sprache.
Die Feier fand ihren Ausklang bei der Agape in der Aula des Stiftes.

Benedikta Seidl Obl. OSB

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Begräbnisfeier von P. Albert Winkler OSB

Begräbnisfeier von P. Albert Winkler OSB

gestorben am 11.02.2013, Begräbnis am 26.02.2013 – Eine Ikone stand neben der Osterkerze am Sarg P. Alberts, als er am 25. Februar am Nachmittag in der Krypta aufgebahrt war. Sie ist die Kopie einer Ikone aus der Hagia Sofia, eine von mehreren Ikonen, die in P. Alberts Zimmer hingen. Er hatte zeitlebens eine besondere Beziehung zur Ostkirche und damit auch zu ihren Bildern – den Ikonen. Am Abend beteten die Mönche der Schottenabtei gemeinsam mit einigen Freunden und Wegbegleitern P. Alberts – unter ihnen auch Bischofsvikar P. Michael Zacherl SJ – die Totenvigil.

Konvent, Schottengemeinde und zahlreiche Gäste aus dem ehemaligen Wirkungskreis P. Alberts – unter ihnen Bischof Maximilian Aichern, Bischofsvikar P. Michael Zacherl, der Altenburger Altabt Bernhard Naber und Vertreter des Dekanats Retz mit Dechant Franz Mantler – versammelten sich um 11:00 Uhr am 26. Februar zum Requiem in der Schottenkirche. Die schwarzen, barocken Meßgewänder, die von Abt Johannes und den Konzelebranten getragen wurden, hatte sich der Verstorbene testamentarisch gewünscht.
Nach der Einsegnung wurde der Sarg in die Krypta getragen, wo P. Albert neben einigen seiner Mitbrüder seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

Bei der anschließenden Agape in der Aula des Stiftes konnte man so einige Anekdoten und Erinnerungen an markige Aussprüche von P. Albert hören.

Benedikta Seidl Obl. OSB

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Konvent-Pilgerfahrt ins Heilige Land

Konvent-Pilgerfahrt ins Heilige Land

Eine am Anfang für nicht möglich gehaltene Idee wurde umgesetzt: zum ersten Mal wollte der Konvent, so weit es machbar war, gemeinsam ins Hl. Land reisen. So brachen am 2. Februar 12 Konventuale zu einer achttägigen Pilgerfahrt nach Jerusalem auf.

Die erste Station für die nächsten vier Tage war das Österreichische Hospiz nahe dem Damaskus-Tor im christl. Viertel der Altstadt. Eucharistie feierten wir jeweils an den besuchten Orten, die abendliche Vesper im Hospiz. Für die Zeit dazwischen hatte P. Georg, dem die gesamte Organisation oblag, ein umfangreiches Besichtigungsprogramm vorbereitet. Die nächsten vier Tage folgten wir den Spuren Jesu in und um Jerusalem: Via Dolorosa, Grabeskirche, die Davidstadt, die Klagemauer.

Besonders eindrucksvoll war die Eucharistiefeier in der Kirche „Dominus flevit“ am Ölberg mit dem großen Fenster über  dem Altar, durch das der Tempelberg und die Stadt zu sehen ist. In Abu Ghosh (das bibl. Emmaus) kamen wir in ein benediktinisches Doppelkloster bewohnt von 12 Schwestern und 10 Brüdern. Die nächsten Stationen waren En Kerem mit der Johannes- und der Heimsuchungskirche und die Geburtskirche in Bethlehem. Der Dienstag Nachmittag und  Abend war dem Besuch unserer Mitbrüder auf dem Zionsberg gewidmet.

Am Mittwoch brachen wir nach Nord-Israel auf. Unser Ziel war das Benediktiner-Priorat Tabgha, Ausgangspunkt für die kommenden 4 Tage rund um den See Genezaret. Durch den enormen Niederschlag im Winter war der Wasserspiegel des Sees schon um 2 m (!) angestiegen. Das Hermongebirge war noch mit Schnee bedeckt. Eine Wanderung im Tel Dan Naturreservat (Quellgebiet des Jordan), eine Fahrt über die Golan-Höhen hart an der syr. Grenze entlang führte uns wieder zurück nach Tabgha. Kapernaum (Haus des Petrus), der Berg der Seligpreisungen, die Ausgrabungsstätte Chorazin  –  von P. Georg als kundigem Kenner bestens erläutert. Am Freitag Fahrt nach Nazareth und auf den Berg Tabor. Von dort bot sich ein herrlicher Blick auf das Jezreel-Tal. Am Samstag zum Abschied  feierten wir Eucharistie direkt am See, beäugt von den schon in der Hl. Schrift genannten Klippdachsen.

Wir Brüder im Kloster und draußen in den Pfarren konnten in diesen acht Tagen uns untereinander austauschen und so die Sorgen und Freuden des anderen besser verstehen lernen.

Fr. Stefan-M. Szinai OSB

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Zeitliche Profess von Fr. Bernardo

Zeitliche Profess von Fr. Bernardo

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes legte Fr. Bernardo (César) Opazo-Aravena am 15. September seine zeitliche Profess ab.

Vor Abt Johannes versprach er Beständigkeit in der Gemeinschaft, klösterliche Lebensführung und Gehorsam nach der Regel des Hl. Benedikt. Zahlreiche FreundeInnen und Angehörige der Schottenpfarre waren anwesend. Nach dem Gottesdienst waren alle zu einer “ Mittagessen ähnlichen“ Agape in die Große Aula eingeladen. Hier trafen Mensch aus allen bisherigen Lebensbereichen Fr. Bernardos zusammen – was sich auch akustisch zeigte: Es wurde viel Spanisch gesprochen! Anfang Oktober beginnt Fr. Bernardo mit dem Theologie-Studium an der Wiener Universität. (Fr. Stephan-M. Szinai OSB)

Aus der Predigt von Abt Johannes:

Jesus ruft auch heute zur Nachfolge auf…
Das Evangelium (Matt 4, 18-22 ) des Gottesdienstes bei der Profess würden das Prinzip verdeutlichen, das jedem christlichen Leben zu Grunde liege: dass dieses Leben zuerst Nachfolge ist, betonte Abt Johannes in seiner Predigt, und so sei es, dass auch heute Jesus „am See“ entlang gehe und Menschen in ihrem Alltag zur Nachfolge auffordere. Heute wie damals baue er darauf, dass sie ihn hören, wenn er sie ruft. Er tue dies mit umso größerem Recht, als er selbst „der Gehorsame“ geworden ist, bereit, den Willen des Vaters zu tun. So würde auch Frater Bernardo als ein Element der benediktinischen Profess den Gehorsam versprechen, der nach der Regel des heiligen Benedikt dem Oberen und den Brüdern zu leisten ist, damit die Gemeinschaft aufgebaut werde.

Monastischer Gehorsam erfordert „ sentire cum ecclesia“ – mit der Kirche denken
Allein dieser Akzent zeige schon, dass es sich dabei nicht um militärischen Kadavergehorsam handelt und auch nicht um eine willenlose Unterordnung gegenüber anderen Autoritäten, sondern um die wechselweise Bereitschaft hinzuhören auf die Bedürfnisse der Brüder und des Klosters als Ganzen. Militärischer Gehorsam sei einfach: Man folgt dem, was im Befehlston ausgesprochen wird. Monastischer Gehorsam fordert eine Fähigkeit heraus, die man – bezogen auf die Gesamtkirche – sentire cum ecclesia genannt hat, – mit der Kirche denken – , betonte Abt Johannes

Die Einladung Jesu hat etwas Dringliches
Andreas, Petrus, Jakobus und Johannes folgten der Aufforderung des selbst gehorsamen Herrn, wie das Evangelium betont, „sofort“. Die Einladung Jesu hat also etwas Dringliches. Auch unsere Nachfolge ereigne sich immer gerade jetzt und nicht irgendwann. Diese Herausforderungen greife Frater Bernardo mit seinem Professversprechen , jetzt, auf, damit er als aus seinem Leben heraus Geforderter seinerseits zur Herausforderung für alle werde, die Christus nachfolgen wollen, ihr Leben mehr und mehr nach dem Evangelium zu formen.

Abschließend sagte Abt Johannes: „Es ist schön, dass du diese Herausforderung der Mönche annimmst und weitergibst, ab dem heutigen Tag als „richtiger Benediktiner“ mit dem „OSB“ hinter dem Namen! Gott segne dich dazu!“

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