Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

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Berichte von Konvent-Ereignissen

Die benediktinische „Welt“ in der Schottenabtei

Die benediktinische „Welt“ in der Schottenabtei

Besondere Gäste hatten wir in der ersten Adventwoche. Die Jahrestagung des Vorstands der „Organisation zur gegenseitigen Hilfe Monastischer Gemeinschaften“, kurz nach dem französischen Namen A. I. M., fand hier statt. Die Teilnehmer an dieser Versammlung waren durchaus „hochkarätig“: neben dem neu gewählten Abtprimas der Benediktinerkonföderation, Gregory Polan – dessen erster Besuch in Österreich somit in unser Kloster führte –, waren die Generaläbte von Zisterziensern und Trappisten, Mauro Lepori und Eamon Fitzgerald, einige Abtpräsides, die Moderatorin der benediktinischen Schwesterngemeinschaften Judith Ann Heble, einige Obere von Männer- und Frauenklöstern, insgesamt 22 Personen zu Gast. Genächtigt und getagt wurde im Benediktushaus, das sich als sehr geeignet erwies.

Gottesdienste und Mahlzeiten führten unsere Gäste mit unserer Gemeinschaft zusammen. Viele Sprachen wurden hier gesprochen, auch in der Liturgie, deren gemeinsame Feier sehr eindrucksvoll war. Am Fest des Apostels Andreas leitete V. Abtprimas das Konventamt und predigte auf englisch. Die Küche gab ihr Bestes und wurde dementsprechend gelobt.

Für unsere Gemeinschaft war spürbar, dass sich auf der ganzen Welt Klöster von Nonnen und Mönchen bemühen, nach der Benediktsregel zu leben: dieser Hauch von Internationalität hat uns gutgetan! Auch unsere Gäste waren zufrieden und fanden die geschwisterliche Atmosphäre, die in diesen Tagen herrschte, als wohltuend und für die Verhandlungen, in denen es um die Unterstützung für ärmere Gemeinschaften und ihre Werke ging, ausgesprochen hilfreich.

Abt Johannes Jung OSB

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Fest der Hl. Scholastika

Fest der Hl. Scholastika

Das Fest des „Heimganges unseres hl. Vaters Benedikt“ am 21. März 2015 feierten wir zum ersten Mal gemeinsam mit unseren „Benediktinischen Mitschwestern von der Anbetung“ in Liebhartstal in ihrem Kloster. Anlass war die Fertigstellung der neuen Klosterkirche. Es fand auf beiden Seiten so großen Anklang, dass noch vor Ort eine Gegeneinladung für das kommende Jahr 2016 zum Fest der hl. Scholastika (Schwester des hl. Benedikt) vereinbart wurde. Ihr Festtag (10. März) wurde dieses Jahr von Aschermittwoch verdrängt. Deshalb holten wir gemeinsam das Fest am Samstag, 13. Februar, nach. Den Anfang bildete die Eucharistiefeier um 10 Uhr. Mit den Schwestern waren auch der Bischofsvikar für die Orden der Erzdiözese Wien, P. Zacherl SJ und unsere Oblatinnen eingeladen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Schwestern und von P. Nikolaus und fr. Bernardo aus unserem Kloster. Dem Gottesdienst schloss sich eine von P. Augustinus geleitete Führung durch Kirche und Krypta an, die in die Mittagshore mündete. Durch das viele Bewegen machte sich inzwischen auch der Magen bemerkbar. Er kam auf seine Kosten! Trotz der Fastenzeit brachte die Stiftsküche ein schmackhaftes, fleischloses (Fisch-) Mittagessen auf den Tisch. Zum Dessert gab es von den Schwestern mitgebrachte hausgemachte Torten. Zur anschließenden Verdauung wurden Führungen in verschiedenen Bereichen des Klosters angeboten (Museum, Gymnasium, die neue Küche, das Benediktushaus). Eine Dankandacht im noch erhaltenen ältesten Teil des Klosters, der so genannten „Romanischen Kapelle“, beendete den von allen gelobten, gelungenen Tag.
Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Recollectiotag bei den Karmeliten in Döbling

Recollectiotag bei den Karmeliten in Döbling

Roberto-M. Pirastu OCD aus dem Wiener Karmel hielt unsere diesjährigen Jahres-Exerzitien in St. Lambrecht. Da die meisten Mitbrüder das Kloster nicht kannten, entschlossen wir uns, den diesjährigen Recollectiotag in seinem Wirkungskreis in Wien-Döbling zu verbringen. Die Anreise mit Straßenbahn und einem kleinen Fußmarsch bei herrlichem aber kaltem Wetter dauerte nur eine knappe halbe Stunde. Nach einem kurzen Aufwärmen bei Kaffee und Gebäck folgte die Führung durch Kloster und Kirche.

Zwischendurch erfuhren wir von P. Roberto wie es zur Gründung des ersten Karmels in Wien kam. Im Jahre 1622 kamen die ersten Patres nach Wien und bezogen das Kloster in der Leopoldstadt. In der Zeit des Josephinismus wurden bis auf drei Klöster (Wien, Linz und Raab) alle Niederlassungen aufgehoben. Doch wurde 1838 auch das Wiener Kloster „provisorisch“ für acht Jahre aufgehoben. Aber erst 1897 wurde der Wiener Konvent wieder hergestellt. Es erfolgte die Übersiedlung nach Wien-Döbling. Dort konnte von den Serviten ein geeignetes Grundstück günstig erworben werden. Der Architekt R. Jordan erstellte in den Jahren 1898/99 die Klostergebäude. Ab 1899 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Übersiedelung des Konventes erfolgte 1901.

Die Inneneinrichtung der Kirche besteht aus Jugendstil und Art Deco. An der Ausgestaltung waren Künstler wie Josef Kastner, (u.a. Wandmalereien in der Gnadenkapelle), L. Schadler (Christkönigsaltar und Theresienaltar im Jugendstil), Jan Verkade (Konvertit und Mönch der Benediktinerabei Beuron und Vertreter der sog. „Beuroner Schule“, Ausmalung der Teresa v. Avila und Johannes v. Kreuz Kapelle.

In einem Stockwerk befindet sich das sog. „Karmelzentrum“ mit Gästezimmern, mit Blick in den Garten und Tagungsräumen. Hier kann man einen oder mehrere Tage in der Stille verbringen. Eine kleine Küche und ein Speiseraum stehen ebenso zur Verfügung.

Nach dieser ausgedehnten Führung wurden wir zu einem Mittagsmahl ins Refektorium eingeladen. Neben uns Schottenmönchen und den Döblinger Brüdern waren auch einige indische Karmeliten, die das ehemalige Benediktinerkloster St. Michael in Siegburg/Rheinland 2013 wieder besiedelten, zu Gast im Wiener Karmel.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Zeitliche Profess von P. Simeon Carich

Zeitliche Profess von P. Simeon Carich

„Ich übergebe dir die heilige Regel. Sie ist das Gesetz, nach dem du fortan lebst.“

Ein Leben nach der Benediktusregel in unserem Kloster versprach P. Simeon Carich in seiner Profess auf drei Jahre am Abend des 11. November 2015 vor der Klostergemeinschaft und zahlreichen Gästen. Nach der Anordnung des hl. Benedikt verwirklicht sich dieses Versprechen in der Stabilität, der Beständigkeit im Kloster, im Gehorsam gegenüber Gott, dem Oberen und den Brüdern und schließlich in der monastischen Lebensführung, der Ausrichtung des Lebens nach dem Willen Gottes „unter Regel und Abt“.

Mit dieser Feier endete das Noviziatsjahr P. Simeons, in dem er selbst und die Mönchsgemeinschaft seine Neigung und Eignung zum benediktinischen Leben geprüft hatten. Als „zeitlicher Professe“ wird P. Simeon nun in manchen Aufgabenbereichen unseres Klosters mitwirken und am „geistlichen Haus Freyung 6“ mitbauen.

Die Freude darüber kam in der Liturgie zum Ausdruck, aber nicht weniger im anschließenden geselligen Beisammensein in der Aula des Klosters.

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Ewige Profess am 15. September 2015

Ewige Profess am 15. September 2015

Wenn sich ein Mensch für immer an die Klostergemeinde bindet, ist dies immer ein Fest des Glaubens. So war es auch, als Frater Bernardo Opazo Aravena für immer Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam versprach. Viele Freunde Bernardos und des Klosters waren gekommen, um bei dieser Profess im Rahmen einer festlichen Eucharistie dabei zu sein und dem Kandidaten für diesen großen Schritt den Rücken zu stärken, unter ihnen nicht zuletzt seine Mutter, die aus Chile angereist war.

Frater Bernardo stammt aus Chile, lebt seit 2004 in Österreich und ist während seines Studiums mit unserem Kloster in Kontakt gekommen. Er liebt die Musik, singt gerne, und oft hören wir die Klänge des Klaviers aus dem Festsaal oder seine volltönende Stimme aus der Johanneskapelle, wenn er die Worte seines Gebetes in den musikalischen Ausdruck legt. Seit seiner zeitlichen Profess im Jahr 2012 studiert er erfolgreich Theologie an der Wiener Universität.

In seiner Homilie stellte der Abt die Dimensionen der Beständigkeit heraus, die eines der drei Professversprechen der Benediktiner ist. Sie ist nicht nur eine formale Beschreibung der Lebensform eines Mönches, sondern auch der Weg, auf dem wir Klostermenschen auf die beständige Liebe Gottes zu den Menschen antworten können.

Den Abschluss des Gottesdienstes, in dessen Rahmen Frater Bernardo auch klösterliche Lebensführung und Gehorsam versprach, bildete eine stimmungsvolle Agape, die die Feiernden in der Aula des Klosters zusammenführte.

Abt Johannes Jung OSB

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Konventexerzitien in St. Lambrecht

Konventexerzitien in St. Lambrecht

Unsere diesjährigen Konventexerzitien vom 16. – 21. August hielt P. Provinzial Dr. Roberto Maria Pirastu OCD vom Wiener Karmelitenkloster in Döbling. Im Jubiläumsjahr der hl. Theresa von Avila zeigte er uns in acht Vorträgen als ein hervorragender Autor und Kenner das Leben und Wirken dieser großen Heiligen und Kirchenlehrerin auf.

In der freien Zeit genossen wir nach den Tropenwochen in Wien die frische Luft auf 1.100 m Höhe. Am 21. August stellte sich auch in Wien das Wetter wieder auf den Sommer um. So konnten wir nach unserer Rückkehr wieder unfreiwillig für die nächsten zwei Wochen viele Tropentage und –nächte geniessen.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Küchen–“Neubau“

Küchen–“Neubau“

Es war keine Renovierung im üblichen Sinn. Ein halbes Jahr „blieb die Küche kalt“, kein Stein auf dem anderen! Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Eine alte Matrone hat sich zu einer jungen, attraktiven Dame gemausert! Damit können die Anforderungen an die neue Küche (für Konvent, Personal, Kindergarten und Gymnasium) für eine hoffentlich lange Zeit erfüllt werden.    Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Konventausflug nach Lilienfeld

Konventausflug nach Lilienfeld

Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes! Umso größer die Freude bei der morgendlichen Abfahrt zu unserem diesjährigen Konventausflug zum Zisterzienserstift Lilienfeld im Mostviertel: kein Regen, unterschiedliche Bewölkung, zum Teil zeigt sich auch die Sonne.

Am Ziel angekommen, wurden wir nicht nur von Abt Matthäus, sondern auch von allen Kirchenglocken begrüßt! Den Beginn bildete die hl. Messe im ältesten Raum des Klosters, dem Kapitelsaal. Dieser wird in der kalten Jahreszeit auch als „Pfarrkirche“ genutzt. Danach eine Führung durch das Kloster, u.a. Besichtigung der großen Kirche (größte Kirche Niederösterreichs), der Bibliothek und anderer sonst für die Allgemeinheit nicht zugänglichen Räumlichkeiten. Dem Stift sind 19 Pfarren inkorporiert (bei insgesamt 20 Mönchen), von denen 8 ständig im Kloster leben. Um alle Pfarren versorgen zu können, erbat sich Abt Matthäus 2 Priester aus Afrika, die seit dem letzten Jahr intensiv in der Erlernung der deutschen Sprache und auf die Mentalität der hiesigen Gläubigen vorbereitet werden.

Eine kleine Episode bei der Bibliotheksführung: P. Pius zeigte uns eine russische Bibel, die 1945 geistesgegenwärtig von einem Mönch dem Befehlshaber der einrückenden Russen gezeigt wurde. Dessen Kommentar: „Hier ist Kultur“. Damit wurde eine „Zweckentfremdung“ der Bücher verhindert.

Lilienfeld liegt an der so genannten „Via Sacra“, dem Pilgerweg nach Mariazell. Einige Fußpilger kamen uns bei der Weiterfahrt entgegen. Das opulente Mittagessen wurde unterwegs durch einen einstündigen Spaziergang verarbeitet.

In der Wallfahrtskirche Dornau sangen wir die Vesper, bevor der Tag in unserem „Schottenheurigen“ in Maria Enzersfeld ausklang. Der einsetzende Regen machte den Abschied leichter.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Recollectiotag: Besuch im Mechitaristenkloster

Recollectiotag: Besuch im Mechitaristenkloster

Das neue Jahr begann für uns Schottenmönche, was die ökologische Seite betrifft, beispielhaft.  Am 2. Jänner erreichten wir unser diesjähriges Ziel zu Fuß: das Mechitaristen-Kloster im VII. Bezirk in der Neustiftgasse.

Der Mechitaristen-Orden ist eine Kongregation armenisch-katholischer Mönche, die nach der Regel des Hl. Benedikt leben. Der Gründer war Mechitar von Sebastaia (1676 – 1749). Über den Jesuiten J. Villotte lernte er die röm.-kath. Kirche kennen. 1712 erhielt die inzwischen gegründete Kongregation von Papst Klemens XI. die Bestätigung. 1713 wurde Mechitar der erste Abt und so entstand die „Congregatio monastica Antonianorum Benedictinorum Armeniorum“. Von Venedig aus (Mechitar starb 1749 auf der Klosterinsel San Lazaro) wurden die Mönche von Kaiser Franz I. nach Wien berufen, der ihnen im VII. Bezirk das ehemalige Kapuzinerkloster als künftige Bleibe zuwies.

Heute leben 6 Mönche in Wien und 11 in Venedig. Sie sind hier u.a. in der Seelsorge für die kath. Armenier eingesetzt. 2014 wurden die beiden selbstständigen Abteien in Wien und Venedig vereint. Der Sitz des Generalabtes befindet sich in Venedig. Besonders berühmt ist das Wiener Kloster für die größte und kompletteste armenische Bibliothek weltweit (ca. 500.000 Bände), die  auch jetzt noch ständig auf dem neuesten Stand gehalten wird.

Der Wiener Altabt Paulus begrüßte uns  und hielt einen kurzen Einführungs-Vortrag. Danach wurden wir von P. Vahan (zugleich Pfarrer der arm.-kath. Gemeinde) durch Kirche,  Kloster,  Museum und die Bibliothek geführt. Mit einem kurzen Abstecher in die Likörkellerei  endete unser Besuch. Die inzwischen knurrenden Mägen wurden hinterher in einem Lokal neben der Pfarrkirche St. Ulrich beruhigt. Bei inzwischen einsetzendem Nieselregen erfolgte der Rückmarsch ins Schottenkloster.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Aufnahme in das Noviziat

Aufnahme in das Noviziat

Am Festtag des Hl. Martin, 11.11.2014,  wurde Herr Kaplan Thorsten Carich aus der Diözese Eisenstadt ins Noviziat aufgenommen. Unter zahlreicher Beteiligung von Verwandten, Freunden und  Wegbegleitern seiner bisherigen Wirkungsorte wurde er im Rahmen der Morgenhore eingekleidet.  Sein Ordensname: Simeon.

P. Simeon  wurde in Eisenstadt geboren, wuchs in Trausdorf auf, studierte nach der Matura Handelswissenschaften, machte eine radikale Kehrtwendung zum Theologiestudium und wurde am 11.12.2011 im Eisenstädter Dom zum Priester geweiht. Danach folgten Kaplansjahre in Grosspetersdorf und Pinkafeld. Seine Liebe  zur ostkirchlichen Spiritualität kommt in seiner Diplomarbeit zum Ausdruck: „Über die mystische Theologie der Ostkirche nach Vladimir Losskij“.

Öftere kurze und  längere Aufenthalte in unserem Kloster bestärkten ihn in seinem Entschluss, den monastischen Lebensweg einzuschlagen. Seine Hobbys: Fußball: er war Profispieler (spielte mit Martin Stranzl im Team) und Body-Building.

Wir wünschen P. Simeon Gottes Segen auf seinem benediktischen Weg.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Schottenstift
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„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien