Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Kasel aus den letzten Jahren der Monarchie

Die Kasel ist Teil eines Ornates, der um 1910 von P. Lambert Herz in Auftrag gegeben wurde. P. Lambert war von 1901 bis zu seinem Tod im Jahr 1911 Pfarrer der Schottenkirche. Im Inventar der Paramentenkammer ist festgehalten, dass der Ornat das erste Mal in der Osterfeier des Jahres 1912 verwendet wurde.

Obwohl verhältnismüßig spät entstanden, ist der Ornat noch ganz vom Historismus geprägt. Der Goldstoff der Seitenteile macht, aus der Distanz betrachtet, einen flimmernden Eindruck – dicht, nicht dunkel, wie farbiges Licht. Erst aus der Nähe bemerkt man jene Glätte, die dem Historismus oft anhaftet. Auch die Pflanzen- und Bildstickerei ist technisch perfekt und sehr kalkuliert. Im Medaillon am Rückenteil der Kasel ist Christus als guter Hirte dargestellt: ein passendes Bild für die Stiftung eines alten Seelsorgers.

Die Kasel ist bis Ende März 2018 im Museum ausgestellt.

P. Augustinus Zeman

 

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