Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Berichte von Festen

Hochfest des hl. Benedikt am 21. März 2015

Hochfest des hl. Benedikt am 21. März 2015

Es war ein schon lange gehegter Wunsch, das Hochfest unseres Ordensvaters gemeinsam mit unseren benediktinischen Mitschwestern, den „Benediktinerinnen der Anbetung“ im 16. Wiener Bezirk, zu feiern. Der Umbau ihres Klosters und der Neubau der Klosterkirche gaben letztendlich den Anlass dazu.

Die Kongregation der „Benediktinerinnen der Anbetung“ wurde 1851 im Elsass gegründet. 1903 entstand die österreichische Provinz und am 17.2.1903 wurde in Wien das Zentralkinderheim erbaut. Aus dem Elsass übersiedelten 24 Schwestern dorthin. 1930 erwarben die Schwestern in der Liebhartstalstraße im 16. Bezirk das noch heute bestehende Haus. Nach Um- und Ausbauten konnte es 1933 bezogen werden. Außerdem übernahmen sie die Kindertagesstätte der Caritas (St. Rafael) in der Molitorgasse im 11. Bezirk.

Eucharistie und monastisches Stundengebet stehen auch heute noch im Zentrum des klösterlichen Lebens der immer noch 24 Schwestern. Daneben werden in zwei Heimen Kinder betreut, „die auf Grund der Behinderung und/oder belastender Lebenserfahrungen, als auch den damit verbundenen Mangelerlebnissen oder Fehlentwicklungen einer außerfamiliären Betreuung bedürfen“ (siehe http://www.osb-wien.at/benedikt/index.html). Gästeaufnahme, Küchendienst, der große Garten (es gibt auch einen Kräutergarten), Schneiderei und Verwaltung sind die weiteren Arbeitsgebiete.

Uns erwartete ein wunderschöner Frühlingstag. Nach dem Festgottesdienst hatten wir Gelegenheit zum Meinungsaustausch an der frischen Luft. Die Fortsetzung erfolgte bei einem ausgezeichneten Mittagessen. Nach einer kurzen Führung durch die Priorin, Sr. Magdalena, durch Kirche, Konventbau und diverse Baustellen (es besteht die Hoffnung, die Räumlichkeiten im späten Frühjahr beziehen zu können), ging es wieder heimwärts.

Wir hoffen auf einen baldigen Gegenbesuch des ganzen Konventes im Schottenstift.

Fr. Stephan-M. Szinai OSB

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Präsentation der CD von Fr. Bernardo

Präsentation der CD von Fr. Bernardo

Auf der CD Aires Nuevos präsentiert Fr. Bernardo selbstkomponierte Lieder und gesungene Gebete. Fast alle dieser Lieder haben spanische und deutsche Textteile. Fr. Bernardo begleitet sich zu all den Liedern auf der Gitarre. Bei einigen Stücken wird er dabei vom Pfarrer der Schottenkirche, P. Nikolaus Poch OSB, auf der Klarinette unterstützt.

Bei der CD-Präsentation spielten Fr. Bernardo und P. Nikolaus einige der Stücke der CD. Die Lieder erinnern ganz deutlich an die chilenische Heimat von Fr. Bernardo. Inspiriert wird er besonders von Eindrücken und Erlebnissen aus seinem spirituellen Leben. Einige Ideen entstanden auf der gemeinsamen Pilgerreise der Schottenmönche letzten Februar nach Israel. Auch Texte aus der Bibel – ganz besonders die Psalmen – sind eine Quelle für das musikalische Schaffen des 41 jährigen, der gerade sein Theologiestudium an der Uni Wien absolviert. Es sind eben nicht einfach religiöse Lieder sondern gesungene Gebete und ein ganz wesentlicher Bestandteil Fr. Bernardos Spiritualität.

Mit  Abt Johannes – der in seiner Begrüßung ganz besonders auch den Sponsoren der CD – der Rechtsanwaltskanzlei CHSH – Cerha Hempl Spiegelfeld Hlawati  dankte – freuten sich viele Mitbrüder, Freunde und Gemeindemitglieder der Schotten über die gelungene Produktion und die inspirierenden Kostproben daraus.
Beim anschließenden Zusammensein im Goblinsaal gab es die CD erstmalig zu kaufen. Die Vertreter der Pfarrcaritas konnten sich über den Verkauf von über 80 Stück und einigen zusätzlichen Spenden freuen.

Ertrag der CD für Pfarrcaritas

Die CD Aires Nuevos kostet € 15.- und ist im Klosterladen erhältlich. Der Ertrag kommt der Pfarrcaritas zugute.

In die wöchentliche Caritassprechstunde kommen aus ganz Wien Menschen, deren Anliegen, Geschichten und Hintergründe sehr unterschiedlich sind. Das Team der Pfarrcaritas unterstützt mit Gutscheinen und verschiedensten Bedarfsartikel aber auch ganz besonders durch Anteilnahme, Offenheit und Beratung.

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Hochfest des Heimgangs des hl. Benedikt

Hochfest des Heimgangs des hl. Benedikt

Mitten in der Fastenzeit feiern Benediktiner in der ganzen Welt ein Fest – das Hochfest vom Heimgang unseres hl. Vaters Benediktus.

Der Überlieferung nach wurde dem Begründer des europäischen Mönchstums die Gnade zu Teil stehend, auf seine Mitbrüder gestützt, im Gebet zu sterben. Für Generationen von Mönchen ein Zeichen für die Kraft, die der hl. Benedikt aus seinem Vertrauen auf Gott geschöpft hat.

Auch wir bei den Schotten begingen das Gedenken an den Tod des hl. Benedikts schon am Vorabend mit der feierlichen Virgil und einem Festgottesdienst am 21. März.

Welchen hohen Stellenwert dieses Fest  im Jahreskreis der Klostergemeinschaft hat, konnte auch an der Anwesenheit fast aller Mitglieder des Konvents erkannt werden. So waren P. Richard Treyer,  P. Paulus Bergauer und P. Anton Erben aus ihren Pfarren auf die Freyung gekommen und Fr. Augustinus Zeman aus Salzburg angereist.

Abt Johannes stellte seine Gedanken in der Predigt unter drei Gesichtspunkte: Weg/Gehen – Bleiben in der Freude – der Segen der Einheit.

Bezugnehmend auf die 1. Lesung betonte er: „Gott ruft Abram auf einen Weg, nicht nur, weil er ihm etwas schenken will, sondern auch eine Vision verfolgt. Dass die zahlreiche Nachkommenschaft des Abram Wirklichkeit würde, ist auch eine Vision Gottes, der sich ein Volk schaffen will zur Heiligung der Welt: Alle Geschlechter der Erde sollen Segen erlangen.“ Weiter wies Abt Johannes darauf hin, dass das Volk Gottes durch die ständige Ausrichtung auf das Wort Gottes zum fruchtbaren Baum werden könne. Eine auf diese Weise erlangte Nähe zu Gott könne „den Menschen zur Freude zu bringen“ und hob hervor, wie wichtig es sei in dieser Freude am Wort Gottes auch zu bleiben. Der Segen wiederum, „erfüllt sich in der Einheit der Jüngerinnen und Jünger mit Christus und dadurch mit Gott und zeigt sich in der Einheit derer, die Christus nachfolgen.

Benedictus – der Gesegnete treffe daher nicht  für all jene zu, die Benedikt oder Benedikta heißen oder für die Benediktiner, „sondern es gilt für alle, die ihre Hoffnung auf Gott setzen, weil sie erkannt haben: In dieser Gemeinschaft ist Leben.“, erklärte der Abt abschließend.

Die Mönche des Schottenstiftes freuten sich sehr über die große Gruppe von Freunden, Pfarrangehörigen, Schülern des Gymnasiums und ihren Eltern, Altschotten und Gästen, die an diesem Abend die Kirchen füllten. Die „benediktinische Familienfeier“ wurde anschließend noch bei einer Agape im Schottensaal fortgeführt.

Benedikta Seidl Obl.OSB

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Benediktion von Abt Johannes Jung

Benediktion von Abt Johannes Jung

Nachdem die Mönche der Schottenabtei am 3. April den bisherigen Administrator (seit 2006), P. Johannes Jung, zu ihrem Abt gewählt hatten, erhielt er vom Ortsbischof die Benediktion.

Christoph Kardinal Schönborn kam am 10. Juni 2009, und mit ihm zahlreiche Vertreter des kirchlichen und öffentlichen Lebens, vor allem aber viele Mitglider der „Schottenfamile“, so dass die Kirche mehr als voll war:

Bischöfe und Äbte, Mitglieder des Domkapitels, Priester und Ordenschristen, Politiker und Vertreter der Schulen, Angehörige der Schottenpfarre und der anderen inkorporierten Pfarren, ehemalige und aktuelle Schottengymnasiasten und ihre Familien, Angestellte des Stiftes, der Pfarre und der Schule, …

Nach der Feier um 17.00 in der Kirche fand eine große Agape im Schulhof und im zweiten Schottenhof statt. Dabei gab es die Gelegenheit, Abt Johannes die eigenen Glückwünsche zu überbringen und mit vielen ins Gespräch zu kommen. Die beiden Bildergalerien (Photos von Martin Schöffberger) mögen einen kleinen Eindruck von diesem freudigen Tag vermitteln!

Abt Johannes lässt allen ausrichten:

Anlässlich meiner Abtweihe haben mich viele Gratulationen und Zuschriften erreicht, die unserem Kloster alle Ehre machen. Für diese Zeichen der Verbundenheit möchte ich mich aufrichtig bedanken. Sie sind uns allen Ermutigung für unser benediktinisches Leben auf der Freyung.

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Dank an Abt Heinrich

Dank an Abt Heinrich

Zwei Tage vor der Abtwahl gab es ein Fest für Abt Heinrich, bei dem viele aus dem Kloster und aus der ganzen Schottenfamilie ihren Dank zum Ausdruck brachten.

Nach der Vesper mit einer Einlage des Chores sprach P. Nikolaus als Prior und Pfarrer und überreichte Abt Heinrich ein Beutelbuch und Gutscheine für die Raststation am Semmering – ein Zeichen dafür, dass er den Weg nach Wien oft finden möge.

Danach begann der Rundgang durch den Stiftsgarten hin zum neuen Hof beim Turnsaal. Dort dankte P. Johannes als Direktor, Stephan Lammerhuber für die Jugend und P. Christoph für den Keller.

Im Schulhof schließlich sprach Direktor Gottfried Schabbauer über die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und den Beitrag, den Abt Heinrich dazu geleistet hat. Herbert Brunner, der stellvertretende PGR-Vorsitzende der Schottenpfarre, überreichte dem scheidenden Abt dann noch einen „Sozialtopf“, der von allen Gästen reichlich gefüllt worden war: Er soll Abt Heinrich zur Verfügung stehen, damit er weiter wie bisher rasch und unbürokratisch helfen kann, wo es Not tut.

Abt Heinrich selbst wünschte dem Kloster und der Schottengemeinde eine gute Weiterentwicklung und dankte allen für ihre Mitarbeit in den vielen Jahren und für die Feier.

Anschließend gab es noch reichlich und lange Gelegenheit zum Gespräch bei der Agape.
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850 Jahre Schottenstift

850 Jahre Schottenstift

Jubiläumsmesse und Fest auf der Freyung

Bereits zum Einzug wurde klar, dass der 8. Mai ein Fest für alle sein sollte: Gregorianischer Choral, neuzeitliche Polyphonie und geistliches Liedgut der Gegenwart wurden verwoben zu einem gemeinsamen Jubelruf aller, die vor Gott hintreten und ihn preisen wollen. In seiner Predigt nahm Prior P. Nikolaus Poch, der den erkrankten Abt Heinrich Ferenczy vertrat, nicht nur Bezug auf die Ereignisse, die das Stift ereilten, sondern auch auf die Personen, die über die Jahrhunderte in irgendeiner Form dem Stift verbunden waren. Die Fürbitten wurden von Vertretern verschiedenster Gruppen der Schottenfamilie vorgebracht. Das Gefühl des heiteren Dankes wurde besonders während der Kommunion mit Heinrich Schütz‘ Vertonung des Psalms 136 (im wahrsten Sinne des Wortes »mit Pauken und Trompeten«) spürbar. Einen wunderschönen Kontrast boten beim Auszug die Orgelklänge in und das Dudelsackpfeifen vor der Kirche. Hatte es beim Einzug noch geregnet, stellte sich rechtzeitig zur Agape Sonnenschein ein.

Nachdem P. Nikolaus den neuen Jubiläumswein »Scottos« verkostet und P. Christoph Merth das erste Bierfass angestochen hatten, bot sich den Gekommenen ein reichhaltiges Angebot. Zu Wein und Schlägler Bier wurde stiftseigenes schottisches Hochlandrind gereicht. Bei einem speziellen Stand konnte man sich über die einzelnen Pfarren, welche dem Schottenstift inkorporiert sind, informieren. Das eigenhändige Prägen von Jubiläumsmünzen erfreute sich hoher Beliebtheit. Für Kinder und Jugendliche hatten die Pfadfinder ein eigenes Programm zusammengestellt. Die Dudelsackformation »Vienna Pipes« sorgte den ganzen Nachmittag über für eine iroschottische Atmosphäre. Das Fest zog sich bis in die späten Abendstunden hin.

© Text: Maximilian Alexander Trofaier
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Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

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