Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Ausstellungseröffnung „Strangers to Citizens“ mit irischem Botschafter

Am 19. Februar 2019 fand im Prälatensaal des Schottenstifts auf Einladung der Botschaft von Irland die Eröffnung der Ausstellung „Strangers to Citizens – Auswanderer werden Mitbürger. Die Iren auf dem europäischen Festland 1600–1800“ statt.

Nach der Begrüßung durch Herrn Abt Johannes Jung OSB, welcher die irischen Ursprünge des Wiener Schottenklosters ebenso wie seine eigenen Begegnungen mit der Geschichte und Kultur Irlands ansprach, ging S. E. Herr Tom Hanney, Botschafter von Irland, in seinen Eröffnungsworten auf die Hintergründe der Wanderausstellung ein. Diese erzählt die Geschichte irischer Migranten, die in der Frühen Neuzeit als politische, religiöse oder wirtschaftliche Flüchtlinge ihre Heimat verließen, um in den Ländern Europas neue Heimaten zu finden. Ursprünglich 2007 konzipiert, ist sie seit der EU-Ratspräsidentschaft Irlands im Jahr 2013 als Plakatausstellung unterwegs durch Europa.

Im Anschluss hielt die Historikerin Dr. Dagmar Ó Riain-Raedel (Cork) einen Vortrag über die sogenannten wild geese („Wildgänse“) – Soldaten aus Irland, die in den unterschiedlichen Armeen Europas dienten. Dabei ging sie nicht nur allgemein auf die Rolle irischer Auswanderer im habsburgischen Militärwesen ein, sondern nahm speziell auch zwei Personen in den Blick, die im allerweitesten Sinne einen Bezug zum Wiener Schottenstift hatten: Zum einen Walter Butler, der im Dreißigjährigen Krieg den kaiserlichen Oberbefehlshaber Albrecht von Wallenstein ermordete und dessen Mitattentäter Walter Leslie – kein Ire, sondern ein Schotte! – in der Schottenkirche begraben ist, und zum anderen Maximilian O’Donnell, der im Jahr 1853 das Attentat auf Kaiser Franz Joseph abwehrte – als Dank für die Errettung des Kaisers wurde in unmittelbarer Nähe zum Schottenkloster die Votivkirche errichtet.

Nach dem Vortrag sowie einer kleinen Stärkung bestand die Möglichkeit, die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Museums im Schottenstift erstmals zu besichtigen.

„Strangers to Citizens“ ist noch bis 8. Juni 2019 zu den regulären Öffnungszeiten des Museums zu sehen. Nähere Informationen gibt es hier.

Dr. Maximilian Alexander Trofaier, Stiftsarchivar

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Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
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