Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Das Schottenstift – Kloster im Herzen Wiens.

Im Jahr 1155 vom Babenbergerherzog Heinrich II. Jasomirgott gestiftet, feiert die Benediktinerabtei „Unserer Lieben Frau zu den Schotten“ am 8. Mai 2015 bereits das 860-jährige Jubiläum ihres Bestandes. Auch außerhalb des monastischen Lebens werden von den Mönchen der Abtei zahlreiche Aufgaben übernommen. Dazu zählen die Leitung und der Unterricht am Schottengymnasium samt angeschlossenem Hort, die Begleitung des Schottenkindergartens, die Führung einer Wohngemeinschaft für Studierende wie auch eines Gästehauses und nicht zuletzt die pastorale Arbeit in der Schottenpfarre wie auch einigen anderen Pfarrgemeinden in Wien und Niederösterreich.

Unsere Hauptaufgabe aber ist die Liturgie und die geistliche Präsenz an der Schottenkirche im Zentrum der Stadt. Wir verstehen uns als Kloster im Herzen von Wien und sind durch unsere verschiedenen Aufgaben mit den Freuden und Hoffnungen, den Sorgen und Nöten unserer Stadt verbunden.

Herzlich willkommen im Schottenstift!

 

29.11.-1.12.: Einladung zum SCHOTTENAdvent im Schottenstift

29.11.-1.12.: Einladung zum SCHOTTENAdvent im Schottenstift

Am Freitag den 29. November um 14:00 Uhr öffnet der traditionelle SCHOTTENAdvent zum 31. Mal seine Pforten. Bis Sonntag (1.12.) nachmittags gibt es in der Aula sowie den umliegenden Räumen des Schottenstifts wieder viele weihnachtliche Produkte aus den „Werkstätten“ der Schottenfamilie. Ein Bücherbasar, der Flohmarkt der Pfadfinderinnen, ein Kaffehaus im 1. Stock und ein umfangreiches kulturelles Programm runden das Angebot ab. Mehr Informationen und das gesamte Programm finden Sie hier.

„Mister Blue Whale“

„Mister Blue Whale“

P. Bernardo, ein begeisterter Musiker, hat einen eigenen Kanal auf YouTube, wo er zahlreiche selbst komponierte bzw. selbst getextete Lieder präsentiert. Nun hat er ein neues Lied geschrieben: „Mister Blue Whale“.

Jahresexerzitien 2019

Jahresexerzitien 2019

Unsere diesjährigen Jahresexerzitien fanden im steirischen Benediktinerstift St. Lambrecht statt. Das Thema „Barmherzigkeit“ stand dabei im Vordergrund. Einen kurzen Bericht und Impressionen finden Sie hier.

ÖAW-Forschungsfrage zu Handschrift des Schottenstifts

ÖAW-Forschungsfrage zu Handschrift des Schottenstifts

In einem kürzlich veröffentlichten Clip aus der Reihe „Forschungsfragen“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erklärt die Kunsthistorikerin Maria Theisen vom Institut für Mittelalterforschung anhand eines Buchs aus dem Schottenstift, was alte Handschriften über das Mittelalter verraten können. Theisen forscht zu Handschriften und Buchmalerei aus Böhmen, Mähren und Schlesien, als Demonstrationsobjekt dient daher ein teilweise in Böhmen entstandener Band mit Büchern des Alten Testaments.

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

Begegnungszone

Mariahilfer Straße und Herrengasse sind es schon: eine „Begegnungszone“, in der alle Verkehrsteilnehmer halbwegs gleichberechtigt unterwegs sind; nun gibt es Pläne, auch die Schottengasse zu einer solchen Verkehrsfläche umzugestalten. Dies verlangt umfangreiche Vorarbeiten, Gespräche und die Berücksichtigung berechtigter Wünsche und Interessen.

Für das Schottenkloster ist das nichts Neues. Immer schon ist das Leben der Mönche auf Begegnung ausgerichtet: in ihrem Zusammensein als klösterliche Gemeinschaft, durch die vielen Begegnungen, in denen die Einzelnen, aber auch das Kloster als Ganzes stehen, durch die Arbeit mit den jungen Menschen im Gymnasium, beim Versuch, mit den Anrainern gute Nachbarschaft zu pflegen und dergleichen mehr. Vor allem aber ist unsere Kirche ein solcher Begegnungsort, in dem eine Gemeinde zum Gottesdienst zusammenfindet und ihn singend, betend lobt; wo aber auch in der Stille des vertraulichen Zwiegesprächs mit Gott und im pastoralen Gespräch Menschen Entlastung, Erholung und Stärkung finden. Dies alles macht die „Begegnungszone Schottenstift“ aus.

Begegnungen sind notwendig, wenn es zu Beziehungen kommen soll. Im Dienst solcher heilsamen Beziehungen stehen wir also. So kann es uns nur recht sein, wenn im Umkreis des Klosters neue Begegnungsmöglichkeiten entstehen.

 

Abt Johannes Jung OSB

 

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

Inkarnation, Fleisch-Werdung, nennt man nach einer Wendung des Johannesevangeliums die Geburt Christi, die wir zu Weihnachten feiern: »Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.«

Ein Fest zu feiern heißt nie ausschließlich in die Vergangenheit zu blicken. Gewiss, wichtige Ereignisse bestimmen unser Wissen um uns selbst und oft genug auch unser Leben heute. Zu einem Fest macht diesen Blick in die Geschichte, wenn man erkennt, dass das Gefeierte auch Zukunft hat, dass es relevant ist für Planungen, Erwartungen – kurz, dass das historische Ereignis »lebt«.

Dann könnte man sagen: Das Wort Gottes (der »Logos«) ist Mensch, auch heute, und wohnt in unseren Städten und Häusern, ist also Gegenwart und fordert uns heraus, auch wirklich mit ihm zu leben.

Wenn nun jemand sagt: Ich erkenne es nicht, dieses Wort, sein Gesicht ist mir unbekannt (oder vielleicht fremd geworden), dann könnte man mit dem Unbekannten und Fremden in unserer Umgebung beginnen und nachforschen, ob nicht gerade ein solcher Mensch uns zeigt, wie die Inkarnation des Logos in die Zukunft weist und erkennen lässt: Hier inkarniert sich auch dein Glauben, erhält Fleisch und Geschmack, wird von der Theorie zur Praxis.

Es könnte sein, dass unsere vielleicht schon etwas in die Jahre gekommene Art zu feiern die Würze erhält, die es zum wirklichen Fest machen, an dem man vor Freude tanzt und springt. Denn wir haben erkannt, dass Jesus Christus sich nicht nur als Nachbildung eines Neugeborenen in unseren Krippendarstellungen findet, sondern mit Fleisch und Blut in unserer Nachbarschaft, um auch uns zu retten.

Christus, der Retter, ist da.

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

In der Geschichte unseres Klosters ist 1418 ein entscheidendes Jahr: Die iroschottischen Mönche, denen Herzog Heinrich II. im Jahr 1155 das Schottenkloster zugedacht hatte, hatten segensreich in der Stadt Wien gewirkt, doch ging ihre Zahl mehr und mehr zurück, sodass Herzog Leopold VI. verfügte, es müssten auch deutschsprachige Mönche im Haus auf der Freyung aufgenommen werden. Mit diesem Gedanken konnten sich die Iroschotten jedoch nicht anfreunden und kehrten samt und sonders in das Gründungskloster Regensburg zurück.

Sofort wurde die Abtei aber wieder besiedelt und besteht seitdem ohne Unterbrechung als deutschsprachiges Benediktinerkloster. Der Name „Schotten“ war aber bereits so geläufig, dass er beibehalten wurde. So steigen tausende Wiener am Verkehrsknotenpunkt „Schottentor“ oder in der U-Bahn-Station „Schottenring“ aus Straßenbahn und Untergrundbahn und gehen über die „Schottengasse“ an der „Schottenkirche“ vorbei oder über den „Schottenhof“ ins „Schottengymnasium“. Vielleicht wohnen sie im Grätzel „Schottenfeld“ in der Vorstadt oder gehen im „Schottenwald“ im Westen Wiens spazieren. Und im Kloster leben die Schottenmönche nach der Regel des heiligen Benedikt im Dienst der Menschen in der Stadt Wien. Seit 600 Jahren sprechen sie Deutsch. Damit erreichen sie hoffentlich die Herzen der Menschen, die ihnen begegnen – und sie sind unendlich dankbar, dass sie in dieser schönen Stadt Heimat gefunden haben.

 

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

Über 250 erwachsene Taufbewerber gibt es heuer in der Wiener Diözese. Sie haben am Donnerstag nach Aschermittwoch vom Erzbischof die Zulassung zur Taufe erhalten; die meisten von ihnen werden das Sakrament in der Osternacht in ihren Pfarrgemeinden empfangen. Auch in der Schottenkirche wird eine junge Frau getauft und gefirmt werden. Gemeinsam ist den Bewerberinnen und Bewerbern, dass sie irgendwann auf einen Menschen getroffen sind, der ihnen überzeugend von der Schönheit des christlichen Glaubens erzählen konnte. So haben auch sie sich entschlossen, sich auf diesen Weg zu begeben.

In den Gottesdiensten der Fastenzeit werden die Gemeinden immer wieder eingeladen werden, für die Katechumenen zu beten und vor allem die letzten Tage vor der Taufe durch ihr Fasten zu begleiten. Dazu möchte ich auch hier einladen: dass wir den Menschen, die Christen werden wollen, ein Beispiel des Glaubens geben, das sie stärkt und den Tag ihrer Taufe mit großer Freude erwarten lässt.

 

Abt Johannes Jung OSB

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift