Willkommen bei den „Schotten“!

Dem Lebensort von Mönchen, die einen Ruf Gottes gehört haben, sich von ihm angesprochen wissen und bereit sind, Christus nachzufolgen. Ihre Ordensregel legt ihnen die Frage vor: „Wer ist der Mensch, der Lust hat am Leben, der Tage sich wünscht, um Gutes zu sehen?“ Ihre Antwort: „Ja, Herr, ich bin es, hier bin ich.“

Das Schottenstift – Kloster im Herzen Wiens.

Im Jahr 1155 vom Babenbergerherzog Heinrich II. Jasomirgott gestiftet, feiert die Benediktinerabtei „Unserer Lieben Frau zu den Schotten“ am 8. Mai 2015 bereits das 860-jährige Jubiläum ihres Bestandes. Auch außerhalb des monastischen Lebens werden von den Mönchen der Abtei zahlreiche Aufgaben übernommen. Dazu zählen die Leitung und der Unterricht am Schottengymnasium samt angeschlossenem Hort, die Begleitung des Schottenkindergartens, die Führung einer Wohngemeinschaft für Studierende wie auch eines Gästehauses und nicht zuletzt die pastorale Arbeit in der Schottenpfarre wie auch einigen anderen Pfarrgemeinden in Wien und Niederösterreich.

Unsere Hauptaufgabe aber ist die Liturgie und die geistliche Präsenz an der Schottenkirche im Zentrum der Stadt. Wir verstehen uns als Kloster im Herzen von Wien und sind durch unsere verschiedenen Aufgaben mit den Freuden und Hoffnungen, den Sorgen und Nöten unserer Stadt verbunden.

Herzlich willkommen im Schottenstift!

 

Impressionen vom Palmsonntag 2019

Impressionen vom Palmsonntag 2019

Auch heuer wurde der Palmsonntag mit der Segnung der Palmzweige im Schottenhof und einer Prozession zur Schottenkirche begangen, wo ein feierlicher Gottesdienst mit Lesung der Passion stattfand. Impressionen finden Sie hier.

23. März: „Babenberger“-Wallfahrt im Schottenstift

23. März: „Babenberger“-Wallfahrt im Schottenstift

Zu einem Tag der Begegnung versammelten sich Brüder aus den von den Babenbergern gestifteten Klöstern Klosterneuburg, Heiligenkreuz und Lilienfeld sowie die Benediktinerinnen der Anbetung am Samstag, 23. März, in der Schottenabtei. Mehr über diesen Tag der Begegnung erfahren Sie hier.

 

Einladung zur Ausstellungseröffnung „DIALOG ANALOG“

Einladung zur Ausstellungseröffnung „DIALOG ANALOG“

Stefanie Jeller und Christoph Merth verbinden in ihrer gemeinsamen Ausstellung „DIALOG ANALOG“ zwei Welten: Poesie und Polaroid. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht dabei das Unwiederbringliche. Die Ausstellung ist im Rahmen der AKADEMIE am DOM am Stephansplatz zu sehen, eröffnet wird sie am 27. März um 17.00 Uhr. Alle Informationen dazu finden Sie hier. Die Ausstellung kann darüber hinaus bis 28. Juni 2019 besucht werden, jeweils Mo/Di 9.00 – 20.30 Uhr, Mi/Do 9.00 – 17.00 Uhr und Fr 9.00 – 15.00 Uhr.

Werktagsagape 27.2.2019

Werktagsagape 27.2.2019

In unregelmäßigen Abständen, etwa viermal im Jahr, laden wir die Mitfeiernden des Werktags-Konventamtes zu einer Agape ein, einem kleinen Abendessen im Refektorium.

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

 

Über die Jünger Jesu von Nazaret bricht Ostern herein wie ein ungeahntes Ereignis allererster Ordnung. Zwar erzählen die Evangelien von verschiedenen Andeutungen Jesu mit Hinweisen auf seinen Tod und auch schon seine Auferstehung. Was dies aber bedeuten sollte, bleibt den Jüngern so sehr verschlossen, dass sie den Karfreitag als Tag der Niederlage, des endgültigen Aus ihrer Erwartungen erleben und auch der Ostermorgen von dem bestimmt wird, was einfach zu tun ist, wenn ein Nahestehender begraben wurde: Trauer, Besuch des Grabes, Salbung des Leichnams. Die österlichen Erscheinungen des Auferstandenen können sie nicht deuten; sie erkennen den Herrn nicht und meinen, ein Gespenst zu sehen.

Für uns heute wäre Jesu Auferstehung ein Termin im Kalender (zwar jährlich wechselnd, doch immer schon eingetragen), wären auch Gründonnerstag und Karfreitag so vermerkt wie die Geburtstage von Verwandten und Freunden: Erinnerung an eine fällige Gratulation oder Feier, aber keine Überraschung! „Wäre“, wenn das Osterfest nicht Jahr für Jahr und immer anders vorbereitet werden müsste, damit es wirklich uns meinen, uns „abholen“ kann aus unserer gegenwärtigen Situation, uns also gewissermaßen wie die Jünger herausreißen kann aus dem alltäglichen Kreislauf von Einsatz, Hoffnung, Enttäuschung und neuer Erwartung.

So gehen wir die Zeit „der 40 Tage“, die Fastenzeit, als einen Weg auf Ostern hin. Benediktiner tun dies, weil sie ihre Ordensregel dazu auffordert, sich durch verschiedene Übungen bereit zu machen für den auferstandenen Herrn; aber auch alle, die nicht im Kloster leben, sind eingeladen diesen Weg mitzugehen. Das ist vor allem eine individuelle Angelegenheit, sich und sein Leben auszurichten auf diesen Termin „Ostern“, aber doch auch eine Sache der gemeinsamen „Vergewisserungen“ dieses Weges.

So feiert die Schottengemeinde auch in der Fastenzeit gemeinsam:

  • den Beginn der 40 Tage am Aschermittwoch durch das Aschenkreuz als Zeichen der Bereitschaft, sich erneut am Evangelium auszurichten (Gottesdienst am 6. März um 18 Uhr);
  • die Sonntagsliturgie mit ihren Texten, die eine Erinnerung an die Grundbotschaft der Christen darstellen: Gottes Solidarität mit dem Menschen und seine ertüchtigende Barmherzigkeit;
  • den „Abend der Barmherzigkeit“, an dem durch Gebet, Anbetung, Stille und das Angebot des Sakraments der Buße und Versöhnung Gelegenheit ist zur Ausrichtung des eigenen Lebens auf Gottes Willen hin (29. März, 20.30 Uhr);
  • nicht zuletzt die Liturgie des Palmsonntags und der Karwoche bis hin zum Österlichen Triduum, dem „Fest der Feste“ (Palmsonntag, 14. April, 9.30 Uhr; Gründonnerstag und Karfreitag, 18. und 19. April, jeweils 18.30 Uhr; schließlich die Feier der Ostervigil mit der Taufe eines 9-Jährigen und der Bekräftigung des Taufversprechens der Gemeinde, 21. April, 4.30 Uhr).

Alle Leser dieser Zeilen lade ich ein, uns und einander auf diesem österlichen Weg zu begleiten und als „Schottengemeinde“ wie die ersten Jünger zu begreifen, was es bedeutet zu erfahren: Der am Kreuz hing, er lebt, und ist für immer bei uns!

Abt Johannes Jung OSB

 

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

Inkarnation, Fleisch-Werdung, nennt man nach einer Wendung des Johannesevangeliums die Geburt Christi, die wir zu Weihnachten feiern: »Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.«

Ein Fest zu feiern heißt nie ausschließlich in die Vergangenheit zu blicken. Gewiss, wichtige Ereignisse bestimmen unser Wissen um uns selbst und oft genug auch unser Leben heute. Zu einem Fest macht diesen Blick in die Geschichte, wenn man erkennt, dass das Gefeierte auch Zukunft hat, dass es relevant ist für Planungen, Erwartungen – kurz, dass das historische Ereignis »lebt«.

Dann könnte man sagen: Das Wort Gottes (der »Logos«) ist Mensch, auch heute, und wohnt in unseren Städten und Häusern, ist also Gegenwart und fordert uns heraus, auch wirklich mit ihm zu leben.

Wenn nun jemand sagt: Ich erkenne es nicht, dieses Wort, sein Gesicht ist mir unbekannt (oder vielleicht fremd geworden), dann könnte man mit dem Unbekannten und Fremden in unserer Umgebung beginnen und nachforschen, ob nicht gerade ein solcher Mensch uns zeigt, wie die Inkarnation des Logos in die Zukunft weist und erkennen lässt: Hier inkarniert sich auch dein Glauben, erhält Fleisch und Geschmack, wird von der Theorie zur Praxis.

Es könnte sein, dass unsere vielleicht schon etwas in die Jahre gekommene Art zu feiern die Würze erhält, die es zum wirklichen Fest machen, an dem man vor Freude tanzt und springt. Denn wir haben erkannt, dass Jesus Christus sich nicht nur als Nachbildung eines Neugeborenen in unseren Krippendarstellungen findet, sondern mit Fleisch und Blut in unserer Nachbarschaft, um auch uns zu retten.

Christus, der Retter, ist da.

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

In der Geschichte unseres Klosters ist 1418 ein entscheidendes Jahr: Die iroschottischen Mönche, denen Herzog Heinrich II. im Jahr 1155 das Schottenkloster zugedacht hatte, hatten segensreich in der Stadt Wien gewirkt, doch ging ihre Zahl mehr und mehr zurück, sodass Herzog Leopold VI. verfügte, es müssten auch deutschsprachige Mönche im Haus auf der Freyung aufgenommen werden. Mit diesem Gedanken konnten sich die Iroschotten jedoch nicht anfreunden und kehrten samt und sonders in das Gründungskloster Regensburg zurück.

Sofort wurde die Abtei aber wieder besiedelt und besteht seitdem ohne Unterbrechung als deutschsprachiges Benediktinerkloster. Der Name „Schotten“ war aber bereits so geläufig, dass er beibehalten wurde. So steigen tausende Wiener am Verkehrsknotenpunkt „Schottentor“ oder in der U-Bahn-Station „Schottenring“ aus Straßenbahn und Untergrundbahn und gehen über die „Schottengasse“ an der „Schottenkirche“ vorbei oder über den „Schottenhof“ ins „Schottengymnasium“. Vielleicht wohnen sie im Grätzel „Schottenfeld“ in der Vorstadt oder gehen im „Schottenwald“ im Westen Wiens spazieren. Und im Kloster leben die Schottenmönche nach der Regel des heiligen Benedikt im Dienst der Menschen in der Stadt Wien. Seit 600 Jahren sprechen sie Deutsch. Damit erreichen sie hoffentlich die Herzen der Menschen, die ihnen begegnen – und sie sind unendlich dankbar, dass sie in dieser schönen Stadt Heimat gefunden haben.

 

Abt Johannes Jung OSB

Geistlicher Impuls von Abt Johannes

Über 250 erwachsene Taufbewerber gibt es heuer in der Wiener Diözese. Sie haben am Donnerstag nach Aschermittwoch vom Erzbischof die Zulassung zur Taufe erhalten; die meisten von ihnen werden das Sakrament in der Osternacht in ihren Pfarrgemeinden empfangen. Auch in der Schottenkirche wird eine junge Frau getauft und gefirmt werden. Gemeinsam ist den Bewerberinnen und Bewerbern, dass sie irgendwann auf einen Menschen getroffen sind, der ihnen überzeugend von der Schönheit des christlichen Glaubens erzählen konnte. So haben auch sie sich entschlossen, sich auf diesen Weg zu begeben.

In den Gottesdiensten der Fastenzeit werden die Gemeinden immer wieder eingeladen werden, für die Katechumenen zu beten und vor allem die letzten Tage vor der Taufe durch ihr Fasten zu begleiten. Dazu möchte ich auch hier einladen: dass wir den Menschen, die Christen werden wollen, ein Beispiel des Glaubens geben, das sie stärkt und den Tag ihrer Taufe mit großer Freude erwarten lässt.

 

Abt Johannes Jung OSB

Kontakt

Tel.: +43 1 534 98
Fax: +43 1 534 98 105
E-Mail: schotten@schottenstift.at

Adresse

Schottenstift
Benediktinerabtei
„Unserer Lieben Frau zu den Schotten“
Freyung 6, 1010 Wien

Schottenstift