Lernen am Schottengymnasium

Das Schottengymnasium ist nicht nur Teil der Gemeinschaft rund um das Schottenstift, sondern auch eine Schule mit besonders langer Tradition. Auch heute liegt uns eine umfassende Ausbildung – dank eines modern gestalteten Unterrichts – genauso am Herzen wie religiöse Begleitung und wertschätzendes Miteinander.

 

Französisch am Schottengymnasium

Wer mit einem Achtel der EU-Bürger in deren Muttersprache sprechen möchte, die Entscheide des europäischen Gerichtshofs im Original lesen muss oder auch nur die Speisekarte in einem etwas besseren Restaurant vorlesen möchte, ohne sich zu blamieren – der muss Französisch lernen. Es gibt viele gute Gründe sich für Französisch zu entscheiden. Zahlreiche EU-Gremien der EU haben ihren Sitz in französischsprachigen Ländern und bedienen sich dieser Sprache für ihre interne Kommunikation, gleiches gilt für den Europarat. Darüber hinaus ist Französisch im diplomatischen Dienst nach wie vor wichtig. Mit der Sprache lernt man auch die Kultur (und Gastronomie) weiter Teile Europas (Frankreich, Belgien, Schweiz) und anderer Kontinente (Kanada, Afrika) kennen, wenigstens in Ansätzen. Und was wäre unsere Gesellschaft ohne den kultur- und geistesgeschichtlichen Beitrag Frankreichs: die Philosophie Descartes‘, Aufklärung, Erklärung der Menschenrechte.

Sprachaustauschprojekt mit Partnerschule nahe Paris

An unserer Schule wird Französisch von der 5. bis zur 8. Klasse unterrichtet. Eine gute Basis dafür ist der Lateinunterricht, dank dem es leichter fällt eine romanische Sprache zu lernen. Im dritten Jahr, wenn das Verstehen und die Ausdrucksfähigkeit für Alltagssituationen ausreichen, stürzen wir uns in den traditionellen Austausch mit unserer Partnerschule, der Institution Saint-Aspais, licée privé catholique. Sie liegt in Melun, ca. 40 km südöstlich von Paris. Für besonders Interessierte und Begabte bieten wir (bei einer ausreichend großen Teilnehmerzahl) ein vertiefendes Wahlpflichtfach Französisch, darüber hinaus gibt es regelmäßig einen Vorbereitungskurs für den Fremdsprachenwettbewerb.

In einer anderen (Sprach-)Kultur zu Hause

Das Ziel unseres Unterrichts ist die problemlose schriftliche und mündliche Verständigung in Alltagssituationen. Nach den vier Jahren Sprachunterricht haben die Schülerinnen und Schüler soziale Kompetenzen erworben und zwar auch durch den Umgang mit Franzosen im Rahmen des Austausches: Sie haben gelernt, sich in einer anderen (Sprach-)Kultur einzuleben und sich adäquat zu verhalten. Im Rahmen der Lektüre haben sie einen ersten Eindruck von französischsprachiger Kultur bekommen: Le Monde, Queffelec, Maupassant, Sartre, Molière, Brel. Und nicht zuletzt können sie nun auch in einem etwas besseren Restaurant die Speisekarte lesen und verstehen.

Nous parlons français

… und zwar ab der ersten Stunde! Nicht ausschließlich natürlich und die gesprochene Sprache bleibt im Anfangsunterricht auch unser Schwerpunkt.
Von unschätzbarem Wert ist in diesem Zusammenhang eine zusätzliche Übungsstunde in den 5. Klassen – Ausdruck des im Schulprofil festgelegten Sprachenschwerpunkts.

Bald verliert die französische Grammatik ihren vermeintlichen Schrecken und auch die gewiss umständliche französische Rechtschreibung stellt ein überwindbares Hindernis dar.

Thematisch bewegen wir uns im persönlichen Erfahrungsbereich der Jugendlichen: Familie & Freizeit, Schule & Sport, Zwist & Zuneigung – Lebensbereiche, die auch die Jugend in Frankreich bewegen, wobei es unvorhersehbar ist, wie Unterschiede und Ähnlichkeiten verteilt sind.

Schon im ersten Lernjahr lesen wir auch authentische Texte, deren Niveau im Gleichklang mit unseren sprachlichen Fortschritten steigt. Erst dadurch wird unser Sprachaustausch ermöglicht, in dessen Verlauf wir 14 Tage in französischen Familien verbringen, um dort die erworbenen Sprachkenntnissen zu festigen.

Ab nach Melun: Unser Frankreich-Sprachaustausch

 

Seit 1990 pflegen wir mit einer katholischen Privatschule in Melun (Institution Saint-Aspais) einen Sprachaustausch, bei dem unsere Schülerinnen und Schüler jeweils im Oktober zwei Wochen bei französischen Gastfamilien leben. In der Regel werden sie dort von ihren Französischlehrerinnen bzw. -lehrern und HR Dr. Friedrich Wally Dir. a. D. betreut. Dr. Wally lässt es sich dankenswerter Weise nicht nehmen, die von ihm ins Leben gerufene Initiative weiterhin zu betreuen. Im zweiten Semester empfangen wir im Rahmen des Gegenbesuchs die correspondent(e)s in Wien, deren Programm ebenfalls aus Sprachunterricht und Kulturvermittlung besteht.

Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet dieser Sprachaustausch den Eintritt in eine neue Dimension ihrer Sprachkompetenz und stellt einen entscheidenden Schritt zum Erreichen des Maturaniveaus dar. Demgemäß konzentriert sich der Unterricht in der 8. Klasse auf Literatur- und Landeskunde, den Kernstoff der mündlichen Matura.

Mehr Informationen zum Sprachaustausch finden Sie hier.

Hinweis

Für die ersten Klassen in den Schuljahren 2018/19 und 2019/2020 können leider keine Anmeldungen mehr angenommen werden.

Allgemeine Informationen zur Anmeldung
finden Sie hier.

Kontakt

Öffentliches Schottengymnasium der Benediktiner in Wien
Freyung 6, 1010 Wien
Telefon: +43 1 534 98 318
Fax: +43 1 534 98 305
E-Mail: sekretariat@schottengymnasium.at 

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