Für unseren Konventausflug haben wir das schlechteste Wetter der Osterwoche erwischt. War der Ostermontag noch sommerlich warm, kam am Dienstag der Absturz. Der Morgen begann noch verheißungsvoll, manchmal lugte bei der Abfahrt das Himmelsblau durch die Wolken. Aber das erste Ziel, Dürnstein, begrüßte uns mit Nieselregen. Umso freundlicher war der Empfang durch den neuen Propst von Herzogenburg, MMag. Petrus Stockinger.

Dürnstein, ein ehemaliges Augustiner Chorherrnstift, aufgehoben durch Kaiser Joseph II. 1788, gehört zum Stift Herzogenburg. Seit 2018 finden umfangreiche Renovierungen statt, die zum 1. Mai 2019 im Großen und Ganzen beendet sein sollten. Dann werden noch neben 13 Wohnungen, die schon bezogen wurden (z.T. mit Blick auf die Donau), ein neues Museum und u.a. ein Klosterladen fertig gestellt sein. Die restlichen Bauten der gotisch/barocken Anlage sind zum Großteil fertig. Die herrliche Lage in der Wachau und direkt über der Donau zieht jährlich über 1 Mio. Touristen an. Markantes Wahrzeichen neben der Burgruine ist der hellblaue Turm der Stiftskirche. Bekannt ist Dürnstein durch einen berühmten Gefangenen, Richard Löwenherz, der von 1191-1192 auf der Burg festgesetzt war. Die Außenanlagen sind zur Zeit noch eine riesige Baustelle (Rätselfrage: Wie viele Baufahrzeuge passen in den Stiftshof ?) Es wimmelt von Handwerkern, denn die Eröffnung soll wirklich am 1. Mai erfolgen. Toi Toi Toi !! Dann soll auch die Besucherfrequenz deutlich erhöht werden.

Unser Besuch begann mit der hl. Messe in der Stiftskirche, dem folgte die Führung durch die Gebäude. Herrlich die Aussicht von der Terrasse neben der Kirche über die Donau und Teile der Wachau. Danach ging es weiter nach Unterloiben zum Heurigen. Ein gutes Mittagessen half den Frust über das miese Wetter etwas vergessen. Da der Regen stärker einsetzte, beschlossen wir, die restlichen Programmpunkte (u.a. Kapelle des Göttweiger Hofes in Stein) auszusetzen. Statt dessen blieben wir länger im Heurigen. Gute Gespräche untereinander halfen uns, einander näher kennen zu lernen. Der Alltag bietet sonst wenig Gelegenheit dazu.

Fr. Stephan Szinai

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