Wenn Sie Urlaub machen konnten, sind Sie hoffentlich alle wohlbehalten heimgekehrt und fühlen sich gestärkt – bereit für alle Herausforderungen der kommenden Tage und Wochen. Die Nachrichten von den Anschlägen in europäischen Städten haben wohl auch Sie nachdenklich gemacht und besorgt angesichts der Gewalt an im wahrsten Sinn des Wortes unschuldigen Menschen. Ist es das, was unsere Zukunft ausmachen wird: Gewalt und Angst? Und zurecht denken wir: Dies wäre kein menschenwürdiges Dasein!

Was aber gehört zu einem Leben, das wert ist gelebt zu werden? Freiheit? Materielle Sicherheit? Friede im Kleinen und Großen? Gewiss! Ich lese im Psalm 16, einem Lied, das gerne zum Tagesausklang gebetet wird: Ich habe mir den Herrn beständig vor Augen gestellt, weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz und jubelt meine Ehre, auch mein Fleisch wird wohnen in Sicherheit. Denn du überlässt mein Leben nicht der Totenwelt; du lässt deinen Frommen die Grube nicht schauen. Du lässt mich den Weg des Lebens erkennen. Freude in Fülle vor deinem Angesicht, Wonnen in deiner Rechten für alle Zeit.

„Den Weg des Lebens erkennen“: Spuren wahrzunehmen, welche Richtung ein, mein Leben hat, wo sein Sinn zu finden ist, die „Freude und Fülle“. Für mich gehört dies zum Wesentlichen meines Lebens; und ich bin Gott dankbar, dass er mir diesen Weg aufzeigt – in guten Stunden erkenne ich diese „Markierungen“. Sie nicht aus dem Blick zu verlieren, auch wenn die Tagesnachrichten uns betroffen und sorgenvoll machen, ist wahre Lebenskunst.