Mariahilfer Straße und Herrengasse sind es schon: eine „Begegnungszone“, in der alle Verkehrsteilnehmer halbwegs gleichberechtigt unterwegs sind; nun gibt es Pläne, auch die Schottengasse zu einer solchen Verkehrsfläche umzugestalten. Dies verlangt umfangreiche Vorarbeiten, Gespräche und die Berücksichtigung berechtigter Wünsche und Interessen.
Für das Schottenkloster ist das nichts Neues. Immer schon ist das Leben der Mönche auf Begegnung ausgerichtet: in ihrem Zusammensein als klösterliche Gemeinschaft, durch die vielen Begegnungen, in denen die Einzelnen, aber auch das Kloster als Ganzes stehen, durch die Arbeit mit den jungen Menschen im Gymnasium, beim Versuch, mit den Anrainern gute Nachbarschaft zu pflegen und dergleichen mehr. Vor allem aber ist unsere Kirche ein solcher Begegnungsort, in dem eine Gemeinde zum Gottesdienst zusammenfindet und ihn singend, betend lobt; wo aber auch in der Stille des vertraulichen Zwiegesprächs mit Gott und im pastoralen Gespräch Menschen Entlastung, Erholung und Stärkung finden. Dies alles macht die „Begegnungszone Schottenstift“ aus.
Begegnungen sind notwendig, wenn es zu Beziehungen kommen soll. Im Dienst solcher heilsamen Beziehungen stehen wir also. So kann es uns nur recht sein, wenn im Umkreis des Klosters neue Begegnungsmöglichkeiten entstehen.