Über den Aschermittwoch

Der Aschermittwoch ist der Beginn der österlichen Bußzeit, der Vorbereitung auf das Osterfest. Es ist die Zeit der Umkehr, der Neuausrichtung auf Gott. Wir schaffen Raum für mehr Klarheit und Erneuerung. Als Zeichen der Buße erhalten Gläubige im Gottesdienst ein Kreuz mit Asche auf die Stirn gezeichnet oder etwas Asche auf den Scheitel gestreut. Die Asche, die beim Verbrennen der Palmzweige aus dem Vorjahr gewonnen wurde, wird zuvor gesegnet. Beim Auflegen des Aschenkreuzes spricht der Priester die Worte: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ (Gen 3,19) oder auch „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15). Die Asche erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen und ist ein Symbol für Buße und Reue. Da die Asche auch als Reinigungsmittel verwendet wurde, ist sie auch ein Zeichen für die Reinigung der Seele.

Das Bestreuen mit Asche als Zeichen der Buße wird bereits im Alten Testament (Jona 3,6) beschrieben. Im frühen Christentum mussten Menschen denen eine Kirchenbuße auferlegt war, ein Bußgewand tragen und sie wurden mit Asche bestreut. Daraus entwickelte sich ab dem 10. Jahrhundert die bis heute gültige Tradition des Aschenkreuzes.

Bei der Neuausrichtung des Lebens einander unterstützen

Am Aschermittwoch fassen die Gläubigen Vorsätze für die Fastenzeit. Der hl. Benedikt schreibt in seiner Regel: „Was aber der einzelne als Opfer bringen will, unterbreite er seinem Abt…“ (RB 49,8). Deshalb legen die Mönche ihre Fastenzeitvorhaben während des Gottesdienstes auf den Altar. Der Abt nimmt diese am Ende des Gottesdienstes mit und begleitet die Vorhaben seiner Mitbrüder mit Gebet.

In der Schottenpfarre ist es üblich, dass auch die Mitglieder der Gemeinde eingeladen sind ihre Vorsätze in einem verschlossenen Kuvert in ein Körbchen zu legen. Die Kuverts werden während der gesamten Fastenzeit in einer Holzkiste – die für alle sichtbar auf einem Seitenaltar aufgestellt ist –  aufbewahrt und in der Osternacht im Osterfeuer verbrannt. Diese Kiste erinnert an die Vorhaben und ist auch ein Symbol, dass die Gemeindemitglieder die Vorsätze der gesamten Gemeinde begleiten und sich gegenseitig unterstützen wollen.

Das Blatt für die Vorsätze können Sie hier herunterladen